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Innere Medizin 1. November 2008

Relevanz der Kurzzeitvariation des B-type natriuretic pepide bei Patienten mit klinisch stabiler Herzinsuffizienz

HINTERGRUND: Das B-type natriuretic peptide (BNP) kann bei Patienten mit chronischer, klinisch stabiler Herzinsuffizienz (HI) innerhalb von Tagen eine erhebliche Variation aufweisen. Das Ziel der vorliegenden Studie bestand darin, die klinische Bedeutung dieses Phänomens zu untersuchen. METHODIK: BNP wurde bei 23 Patienten mit leicht- bis mäßiggradiger, klinisch stabiler systolischer HI (medianes [Interquartilsabstand] Alter 72 [64–77] Jahre, linksventrikuläre Auswurffraktion 30 [27–40]%) und früherer Hospitalisation wegen HI zu zwei Zeitpunkten (T1 and T2, Intervall 5 [3–7] Tage) gemessen. Die Änderung des BNP zwischen T1 and T2 wurde berechnet (ΔBNP; unabhängig davon ob BNP abfiel oder anstieg). Die Patienten wurden über 436 (407–458) Tage bezüglich Re-Hospitalisation nachbeobachtet. RESULTATE: ΔBNP in der gesamten Studienpopulation betrug 26 (9–116) pg/ml (19 [10–28]% des Werts zum Zeitpunkt T1). Während der Nachbeobachtungszeit wurden 8/23 (35%) Patienten re-hospitalisiert. Die BNP-Werte zum Zeitpunkt T1 (340 [187–533] vs. 210 [108–606] pg/ml; p = 0,33) und T2 (328 [125–491] vs. 259 [89–536] pg/ml; p = 0,51) waren vergleichbar bei den Patienten, die re-hospitalisiert wurden und denjenigen, die nicht re-hospitalisiert wurden. ΔBNP war aber höher bei den Patienten, die re-hospitalisiert wurden als bei denjenigen, die nicht re-hospitalisiert wurden (98 [36–186] versus 19 [6–93] pg/ml; p = 0,04). Patienten mit einem ΔBNP <26 pg/ml hatten ein längeres Re-Hospitalisations-freies Überleben verglichen mit denjenigen mit einem ΔBNP ≥ 26 pg/ml (log rank p = 0,02). Sensitivität und Spezifität eines ΔBNP ≥ 26 pg/ml zur Vorhersage einer Re-Hospitalisation betrugen 88% und 67%. SCHLUSSFOLGERUNGEN: In der vorliegenden kleinen Studie war ein höheres ΔBNP mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Re-Hospitalisation assoziiert.

Micha Tobias Maeder, Dietrich Hack, Hans Rickli, Hans Peter Brunner-La Rocca, Walter Riesen, Peter Ammann, Wiener klinische Wochenschrift

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