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Innere Medizin 1. November 2008

Medizinethik als Unterrichtsfach

In den meisten europäischen Ländern ist Medizinethik zu einem festen Bestandteil der medizinischen Ausbildung geworden. Als einer obligatorischen Pflichtveranstaltung besteht an die Lehre von Medizinethik daher ein neuer Anspruch. Wie bei anderen Fächern des medizinischen Curriculums muss sich erweisen, dass sie sinnvoll und effektiv lehrbar und damit systematisch evaluierbar ist. Im vorliegenden Artikel wird im ersten Teil die kontroverse Debatte um die richtigen Ziele medizinethischer Lehre dargestellt. Im zweiten Teil werden verschiedene Ansätze zur Evaluation der Lehre in der Medizinethik vorgestellt und diskutiert. Es wird geschlussfolgert, dass die medizinethische Lehre drei Dimensionen umfassen sollte: 1. die Schulung des moralischen Urteilsvermögens; 2. die Vermittlung ethikrelevanten Wissens; und 3. die Ausbildung und Förderung bestimmter Charaktereigenschaften und Tugenden. Methoden für die Evaluation der Lehreffekte in den ersten beiden Dimensionen sind zum Teil bereits vorhanden, während der Evaluation von Charaktereigenschaften und Tugenden konzeptuelle Probleme entgegenstehen. Die Weiterentwicklung von Instrumenten zur Evaluation medizinethischen Unterrichts stellt ein wichtiges Forschungsdesiderat dar.

Alena M. Buyx, Bruce Maxwell, Holger Supper, Bettina Schöne-Seifert, Wiener klinische Wochenschrift

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