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Innere Medizin 8. Jänner 2009

OFF-Regime beim Pankreaskarzinom

Verdoppelung der Überlebenszeit.

Für die Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen und metastasierten Pankreaskarzinoms nach Progression im Verlauf einer Gemcitabin-Therapie gibt es bislang noch keinen Standard. Viel versprechende Daten stammen aus einer Phase-II-Studie an 23 unter Gemcitabin progredienten Patienten zum OFF-Regime (Oxalinplatin/5-FU/FS).

 

Nach den positiven Daten wurde die Phase-III-Studie CONKO 003 initiiert, so Dr. Uwe Pelzer, Charité Universitätsmedizin Berlin. 168 Patienten wurden binnen drei Wochen nach Progress unter Gemcitabin-Erstlinientherapie zum OFF-Regime (n = 77) oder zu einer Therapie mit 5-FU/FS (FF; n = 91) randomisiert (Abstr. V420). Mit dem OFF-Regime wurde eine Verdoppelung der Überlebenszeit erreicht (median 26 versus 13 Wochen). Auch das progressionsfreie Überleben war bei zusätzlicher Oxaliplatin-Gabe signifikant verbessert (13 versus 9 Wochen; p = 0,012). Pelzer bezeichnete die Toxizität beider Regime als akzeptabel. Schwere Hämatoxizität vom Grad 3/4 trat praktisch nicht auf, auch die nicht-hämatologische Toxizität war nur gering ausgeprägt. Die Nebenwirkungsraten waren in beiden Armen vergleichbar. Lediglich Parästhesien traten unter dem OFF-Regime häufiger auf.

Fazit: Wirksame Zweitlinie

Das OFF-Regime ist aufgrund der besseren Effektivitätsdaten eine wirksame Zweitlinientherapie, die Patienten mit refraktärem Pankreaskarzinom ohne Sicherheitsbedenken angeboten werden kann.

 

Der Originalartikel erschien im Focus Onkologie 11/2008, Urban & Vogel.

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