zur Navigation zum Inhalt
 
Innere Medizin 1. Oktober 2008

Häufigkeit des Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus und von Rickettsien in Zecken aus dem Burgenland (Österreich)

In Österreich gelten weite Regionen als endemische Verbreitungsgebiete für das durch Zecken übertragene Virus der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSMEV). Bisher sind jedoch nur eingeschränkt Daten verfügbar zur Verbreitung, Häufigkeit und Arten von durch Zecken übertragenen Rickettsien. In der vorliegenden Studie wurden Zecken in Neudörfl im Bundesland Burgenland, Österreich auf das Vorkommen und die Häufigkeit von FSMEV und von Rickettsien in Zecken untersucht. Im Juni 2007 wurden insgesamt 306 Zecken gesammelt. Davon gehörten 286 Zecken der Art Ixodes ricinus an. 20 Zecken wurden als Dermacentor spp. identifiziert. Der Nachweis des FSMEV und von Rickettsien erfolgte mittels Polymerase-Kettenreaktion. FSMEV konnte in keiner der Zecken nachgewiesen werden. Insgesamt waren 16/286 Ixodes ricinus positiv auf Rickettsien. Keine der Dermacentor-Zecken zeigte ein positives Ergebnis auf Rickettsien. Die 14 der 16 positiven Proben mit ausreichend DNA für eine Nukleinsäure-Sequenzierung des Citrat-Synthase-Gens ergaben ausschließlich Rickettsia helvetica. In Zecken in einem bekannten FSMEV-Naturherd konnte in mehr als 300 Zecken kein Virus nachgewiesen werden. Es gelang erstmals der Nachweis von Rickettsien in Ixodes ricinus in der untersuchten Region. Bei den nachgewiesenen Rickettsien konnte ausschließlich die Art Rickettsia helvetica identifiziert werden.

Gerhard Dobler, Sandra Essbauer, Rahime Terzioglu, Astrid Thomas, Roman Wölfel, Wiener klinische Wochenschrift

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben