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Innere Medizin 1. Oktober 2008

Lebensmittelübertragene Zoonosen, die EU – Zoonosengesetzgebung und Ausblicke auf Lebensmittelsicherheit und Konsumentenschutz im Rahmen der primären Tierproduktion

Zoonosen sind Erkrankungen, die naturgemäß zwischen Tier und Mensch übertragen werden können. Die Kontrolle von Lebensmittel-relevanten Zoonosen innerhalb der Europäischen Union ist eine Grundvoraussetzung für die Sicherheit im internen Handel und repräsentiert demnach einen wichtigen Baustein in der politischen Agenda. Bedauerlicherweise war bis vor Kurzem das Schaffen eines klaren Überblicks über das derzeitige Vorkommen von durch Lebensmittel verursachten Zoonosen und die Prävalenz der diese hervorrufenden Agentien wegen des Fehlens von verlässlichen Überwachungs- und Dokumentationsprogrammen beeinträchtigt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass europaweit nur begrenzter Erfolg in Hinsicht auf die Kontrolle wichtiger durch Lebensmittel übertragener Erreger wie Salmonella spp. verzeichnet werden. Die Europäische Union hat eine Gesetzgebung verabschiedet, die diese Situation beheben und die Kontrolle von durch Lebensmittel übertragenen Zoonosen in der Primärproduktion gewährleisten soll. Dieser Beitrag diskutiert die Anreize zur Einführung der EU-Richtlinie RL 2003/99/EG und EU-Verordnung VO (EG) 2160/2003, fasst ihre Kernaussagen zusammen und erörtert die Hauptauswirkungen beider Gesetzestexte auf die Prävention von durch Lebensmittel übertragenen Zoonosen. Schlussfolgernd gibt es in Bezug auf die humane Salmonellose einen Grund für vorsichtigen Optimismus, für andere durch Lebensmittel verursachte Zoonosen besteht jedenfalls noch Handlungsbedarf.

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