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Innere Medizin 7. April 2010

EU-Studie: Höhere Lebenserwartung bei zystische Fibrose

Eine multinationale Studie über zystische Fibrose (CF) ergibt, dass Betroffene in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (Stand 2003) eine höhere Lebenserwartung haben als jene in benachbarten Nicht-EU-Staaten. In Nicht-EU-Staaten gibt es allerdings unverhältnismäßig wenig CF-Patienten.

Angaben zu CF-Patienten aus 35 europäischen Ländern wurden analysiert, um Unterschiede zwischen EU-Staaten und Nichtmitgliedsländern festzustellen. Viele dieser Staaten sind heute Mitglieder in der erweiterten EU. Die Autoren verwendeten die Daten von 29.025 Patienten. Das mittlere Alter betrug 16,3 Jahre, wobei ein markanter Unterschied zwischen der EU (17,0 Jahre) und den Nicht-EU-Ländern (12,1) bestand. Der Anteil der über 40-jährigen Patienten war in den EU-Staaten (5 %) signifikant höher als in den Nachbarländern (2 %). Die Diagnosestellung bei Kindern unter einem Jahr in den Nicht-EU-Staaten erfolgt nur selten, erklären die Autoren. Für das CF-Profil in den Nicht-EU-Staaten könnten neben unerkannten CF-Erkrankungen auch Fehlklassifizierungen kindlicher CF-bedingter Todesfälle sowie zu frühem Tod führende Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsfürsorge in Frage kommen.

Quelle: McCormick, J. et al.: The Lancet 2010; 375(9719): 1007–13; doi: 10.1016/S0140-6736(09)62161-9

www.thelancet.com /PH, Ärzte Woche 14 /2010

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