zur Navigation zum Inhalt
 
Innere Medizin 1. Oktober 2008

Transzellulärer Wasserfluss bei der Gallebildung und die Bedeutung von Aquaporinen in der Leber

Der kanalikulären Gallebildung liegen osmotische Mechanismen zugrunde. Wir führten Volumenmessungen anhand von Videobildanalysen an isolierten Leberzellpaaren der Ratte durch, um den Wasserfluss zwischen kanalikulärem Lumen, Leberzellen und dem umgebenden Inkubationsmedium zu untersuchen. Eine Erhöhung der Osmolarität des Inkubationsmediums durch Zugabe von Saccharose führt zunächst zu einer Volumenabnahme der Zellen, auf die mit einer Verzögerung von etwa 1 sec eine Abnahme des kanalikulären Lumens folgt. Anhand eines thermodynamisch-mathematischen Modells analysierten wir den Wasserfluss durch die basolaterale und apikale Zellmembran einerseits, und über den Interzellularspalt und die Schlussleisten andererseits. Die Berechnungen ergaben für beide Zellmembranen eine hohe hydraulische Wasserpermeabilität von ca. 3*10−4 cm*sec−1*(osmol/kg)−1, die einen effizienten transzellulären Wasserfluss ermöglicht. Die Schlussleisten zeigten hingegen eine geringe Wasserpermeabilität, waren aber durchlässig für Elektrolyte, was ein über das osmotische Gleichgewicht hinausgehendes Schrumpfen des kanalikulären Lumens ermöglicht. Die Ergebnisse werden in Zusammenhang mit möglichen Funktionen von an Leberzellen nachgewiesenen Aquaporinen diskutiert.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben