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Innere Medizin 20. November 2008

Neuer Herzkatheter für Wien-Süd

Ein neues Labor mit einem großen Wiener Einzugsgebiet verfügt über alle technischen Raffinessen.

Das Angiographielabor des Kaiser-Franz-Josef-Spitals nahm kürzlich seinen Betrieb auf. Das große Einzugsgebiet und eine technische Ausstattung auf hohem Niveau unterstreichen den Stellenwert der neuen Einrichtung. Neben Interventionen an den Herzkranzgefäßen werden auch elektrophysiologische Untersuchungen und Eingriffe vorgenommen.

 

Eine Versorgungslücke wurde geschlossen: Mit dem SMZ Süd, besser bekannt als Kaiser-Franz-Josef-Spital, verfügen nun alle großen Wiener Verbundkrankenhäuser über ein eigenes Katheterlabor. Der Herzkatheter ist Teil eines völlig neu gebauten Angiographiebereichs mit zwei komplett ausgestatten Messplätzen für Herzkatheteruntersuchungen. Darüber hinaus steht die Einrichtung dem Zentralröntgeninstitut für periphere Angiographien und Interventionen zur Verfügung. „Zum Leistungsangebot der Radiologie zählen etwa Eingriffe an der Carotis“, freut sich Prim. Doz. Andrea Podczeck-Schweighofer von der 5. Medizinischen Abteilung mit Kardiologie. „Die erste Herzkatheteruntersuchung wurde bei uns im September 2008 durchgeführt. Seither finden regelmäßig Eingriffe statt.“ Die Ausstattung ist topaktuell. Auf 450 m² stehen zwei komplett eingerichtete Kathetermessplätze, von welchen einer alle Einrichtungen für die invasive elektrophysiologische Diagnostik, wie Mapping System und intrakardialen Ultraschall, umfasst, zur Verfügung. „Von der Angioplastie bis zur Ablation aberranter Leitungsbahnen ist alles möglich“, berichtet Podczeck-Schweighofer und hebt den großen Ausbildungs- und Erfahrungsstand ihres Teams hervor. „Im neu geschaffenen Bereich Koronare Diagnostik und Therapie sind zwei Kollegen mit jahrelanger Routine in der Katheterdiagnostik tätig. Die Elektrophysiologie ist ebenso von einem sehr erfahrenen Experten besetzt. Der Bedarf in der Region besteht. Schon am ersten Tag unseres Betriebes war das Katheterlabor gut ausgelastet.“

Das Einzugsgebiet des Kaiser-Franz-Josef-Spitals und seiner Kardiologie ist groß. Es umfasst neben dem bevölkerungsreichem 10. Wiener Bezirk auch den 11. und 12. sowie Teile des 3., 5. und 23. Bezirks und erstreckt sich somit über den gesamten Süden Wiens.

Podczek-Schweighofer: „Elektrophysiologische Interventionen werden an meiner Abteilung bereits seit 2004 durchgeführt – hier bekamen wir Zuweisungen aus ganz Wien und anderen Bundesländern.“ Derzeit ist die Angiographie Montag bis Freitag (von 8 bis 15 Uhr, bedarfsweise auch länger) geöffnet und nimmt die Versorgung stationärer Patienten mit akutem Koronarsyndrom wahr. Diese müssen somit nicht mehr in andere Wiener Krankenhäuser verlegt werden. Es ist geplant, die Einrichtungen nach einer mehrmonatigen Anlaufphase auch in die Akutbereitschaft für Patienten mit Myokardinfarkt einzubinden. Diese teilen sich derzeit vier Wiener Gemeindespitäler mit dem Hanusch-Krankenhaus und der Wiener Universitätsklinik AKH.

Von Dr. Alexander Lindemeier, Ärzte Woche

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