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Foto: pixelio.de / Harry Hautumm
Eingeatmete Abgase verändern das Nervensystem und in der Folge wahrscheinlich auch das Verhalten – zumindest bei Ratten.
 
Innere Medizin 1. Dezember 2009

Ratten werden durch Einatmen von Abgasen aggressiv

Auswirkung auf den Menschen vorstellbar

Einen Zusammenhang zwischen Autoabgasen und aggressivem Verhalten haben Wissenschafter jetzt in Tierversuchen nachgewiesen. Dies könnte bedeuten, dass Benzinabgase auch die Aggressivität von Menschen steigern, erklärte die ägyptische Wissenschaftlerin Amal Kinawy, die ihre Untersuchung in der britischen Fachpublikation BMC Physiology veröffentlichte.

 

Im Rahmen einer Untersuchung wurde das Verhalten von Ratten beobachtet, die saubere Luft einatmeten, sowie von Ratten, die Abgase von bleihaltigem beziehungsweise bleifreiem Treibstoff einatmeten. Dabei zeigte sich, dass die „Abgasratten“ öfter eine angriffslustige Haltung annahmen und auch öfter angriffen als die „Saubere-Luft-Ratten“.

Das Einatmen von Abgasen aus bleifreiem Benzin führte der Untersuchung zufolge zu Veränderungen im Nervensystem. Die Gehirnzellen der Ratten wirkten laut Kinawy, als ob sie durch freie Radikale beschädigt worden seien.

„Millionen Menschen sind täglich Benzinabgasen ausgesetzt, wenn sie ihr Auto volltanken“, erklärte die Forscherin. In Entwicklungsländern sei das „Schnüffeln“ von Benzindämpfen leider auch ein gängiges Rauschmittel.

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