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Innere Medizin 1. Juni 2008

Histopathologie des endoskopisch sichtbaren ösophagogastralen Übergangs bei Patienten/Innen mit gast

HINTERGRUND: Unklar ist, ob der Beginn der endoskopischen Magenfalten auch dem anatomischen ösphagogastralen Übergang entspricht. Wir haben Endoskopie und Histopathologie des ösophagogastralen Übergangs bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD) verglichen. METHODIK: Bei 102 Personen (60 Frauen) mit GERD wurden Endoskopie und multi Level Biopsien vom Beginn der Magenfalten (= level 0), 0,5, 1,0 cm distal und 0,5, ≥ 1 cm proximal davon durchgeführt. Zylinderepithel-Ösophagus (columnar lined esophagus = CLE) wurde entsprechend der Paull Chandrasoma Klassifikation, die Ösophagitis nach der Los Angeles Klassifikation befundet. Hiatus Hernie lag vor, wenn die Magenfalten ≥ 2 cm über dem Zwerchfell-Niveau begannen, die ösophagogastrische Klappe wurde entsprechend der Hill Klassifikation beurteilt. ERGEBNISSE: Alle Personen hatten CLE, maximal am Level 0 (97%), mit nach proximal und distal abnehmender Häufigkeit (81%, 28%, 40% and 18% bei Biopsielevel −0,5, −1,0, + 0,5, bzw. + 1,0 cm). Histopathologischer CLE (= Distanz zwischen CLE positiven Biopsie Levels) war länger als endoskopischer CLE (p < 0,001). Alle 19 Personen mit intestinaler Metaplasie (18,6%) wurden durch 4-Quadranten Biopsien vom Platten-Zylinderepithel Übergang und 0,5 cm distal davon identifiziert. Jene mit intestinaler Metaplasie waren älter, hatten häufiger eine Hernie, höheren Hill Grad und endoskopisch sichtbaren CLE (p < 0,05). Kein signifikanter Unterschied zeigte sich bezüglich Geschlecht, Ösophagitis und Länge von endoskopischen und histologischem CLE (p > 0,05). Dysplasie oder Karzinom lagen nicht vor. ZUSAMMENFASSUNG: Der Übergang Ösophagus – Magen kann endoskopisch nicht erhoben werden, dies gelingt durch Histopathologie von Biopsien. Die Wahrscheinlichkeit, intestinale Metaplasie zu diagnostizieren, ist in Biopsien aus der Platten-, Zylinderepithelgrenze am höchsten.

Claudia Ringhofer, Johannes Lenglinger, Barbara Izay, Katharina Kolarik, Johannes Zacherl, Margit Eisler, Fritz Wrba, Parakrama T. Chandrasoma, Enrico P. Cosentini, Gerhard Prager, Martin Riegler, Wiener klinische Wochenschrift

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