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Innere Medizin 1. August 2008

Tödliche fulminante Sepsis nach einem Katzenbiss bei einem immunkompromittierten Patienten

Durch P. multocida ausgelöste Infektionen können sich beim Menschen als lokalisierte Infektionen des die Läsion umgebenden Bindegewebes, als Infektionen im Respirationstrakt oder als systemische Infektionen mit langsamer oder fulminanter Entwicklung präsentieren. Über 90% der humanen Infektionen sind Wundinfektionen oder Abszesse, die sich in Folge von Bissen, Kratzern oder Ablecken von Hautläsionen durch Hunde oder Katzen entwickelt haben. Schwere systemische Erkrankungen wie Pneumonie, Lungenabszess, Peritonitis, Endokarditis, Meningitis und Sepsis sind vor allem auch bei Patienten mit vorbestehenden Erkrankungen wohl bekannt. In der vorliegenden Arbeit berichten wir über einen immunkomprimittierten Patienten, der von einer ihm unbekannten Katze gebissen worden war, und der in sehr kurzer Zeit eine fulminante Sepsis entwickelte. Der Patient verstarb schließlich 70 Stunden nach dem Katzenbiss, trotz Intensivbehandlung und Reanimationsversuchen. Leider hatte er zu spät medizinische Hilfe aufgesucht. Wir möchten an Hand dieses Falles darauf hinweisen, dass es schon für die Erstversorgung wichtig ist, infektionsgefährdete Patienten besser über die Infektionsgefahr durch den Kontakt mit Tieren zu informieren. Sie sollten vor möglichen Konsequenzen von Verletzungen, auch durch eigene Haustiere, gewarnt werden.

Ivana Harsanji Drenjancevic, Dubravka Ivic, Domagoj Drenjancevic, Josip Ivic, Boris Pelc, Dubravka Vukovic, Wiener klinische Wochenschrift

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