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Innere Medizin 1. Juli 2008

Die Rolle von Mykotoxinen bei der endemischen Nephropathie

Die endemische Nephropathie (EN) ist eine Nierenerkrankung, die noch immer nicht wissenschaftlich erklärt werden kann. Die EN wird von einer hohen Prävalenz von urothelialen Tumoren bei der ländlichen Bevölkerung der endemischen Region begleitet. Man vermutet daher, dass eine natürlich vorkommende nephrotoxische und karzinogene Substanz in die Ätiologie involviert ist. Am meisten wird das Mykotoxin Ochratoxin A (OTA) als schuldige Substanz verdächtigt, da dieses eine gesicherte nephrotoxische und karzinogene Wirkung hat. Die vorliegende Arbeit bringt eine Übersicht über alle relevanten Studien über OTA in der Nahrung beziehungsweise im Blut und im Harn der Bewohner der betroffenen Endemie-Gebiete. Es werden auch Daten über das gleichzeitige Vorkommen von OTA mit anderen Mykotoxinen, wie Zitronin und Fumonisin B1 (FB1) in der Nahrung vorgestellt. Leider existieren keine Studien über das gemeinsame Vorkommen von OTA und anderen Mykotoxinen beim Menschen, und es gibt nur eine Studie über die Exposition mit FB1 in endemischen Gebieten. Diese Übersicht berichtet auch über experimentelle Daten, die in Zellkulturen und Labortieren erhoben wurden, die mit OTA und anderen nephrotoxischen Mykotoxinen (da die meisten Mykotoxin-Kombinationen synergistische Wirkung zeigten) behandelt worden sind. Es wird auch das Vorkommen von OTA- und Aristolochia-Säure-bedingten DNA-Veränderungen diskutiert.

Maja Peraica, Ana-Marija Domijan, Marica Miletić-Medved, Radovan Fuchs, Wiener klinische Wochenschrift

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