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Innere Medizin 1. März 2008

Zusammenhang von Art und Ausmaß der linksventrikulären Hypertrophie mit der Prävalenz von supraventr

ZIEL: Wir untersuchten den Zusammenhang zwischen Art bzw. Ausmaß der linksventrikulären Hypertrophie und der Prävalenz von supraventrikulären Arrhythmien bei Patienten mit hypertensiver Herzkrankheit. METHODEN: Es wurden 179 Patienten (79 Männer und 100 Frauen im Alter zwischen 43 und 80 Jahren, Median 68 Jahre) mit linsventrikulärer Hypertrophie untersucht. Die Patienten wurden in 3 Gruppen (konzentrische, exzentrische und asymmetrische Hypertrophie) sowie 3 Untergruppen (leicht, mäßig, schwer) eingeteilt. Nach Absetzen der gesamten Medikation für 48 Stunden wurden eine Blutdruckmessung, ein EKG und eine Echocardiographie durchgeführt. Ausserdem wurde die Prävalenz des Auftreten von supraventrikulären Arrhythmien durch HOLTER-Monitoring und Fahrradergometrie überprüft. Die antihypertensiven Medikamente sowie die Dauer ihrer Einnahme bis zur Untersuchung wurden berücksichtigt. ERGEBNISSE: Vorhofflimmern oder paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie wurden bei 43% der Patienten gefunden. Die Auswertung ergab keine signifikante Korrelation zwischen der Prävalenz von Vorhofflimmern und dem Ausmaß (p = 0,607), sowie der Art der Hypertrophie (p = 0,455). Die Frequenz der supraventrikulären prämaturen Schläge war jedoch bei den Patienten mit konzentrischer und exzentrischer Hypertrophie signifikant höher (p = 0,048) als bei jenen mit asymmetrischer. Außerdem stieg bei Männern mit konzentrischer Hypertrophie die Häufigkeit dieser Schläge mit dem Ausmaß der Hypertrophie signifikant (p = 0,015) an. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Für die Frequenz von atrialen Arrhytmien sind die konzentrische und exzentrische Form der Hypertrophie des linken Ventrikels von grösserer Bedeutung. Beim konzentrischen Typ korreliert die Prävalenz von supraventrikulären prämaturen Schlägen mit dem Ausmaß der Hypertrophie. Patienten mit mäßiger bis schwerer konzentrischer und exzentrischer Hypertrophie sollten immer mittels HOLTER Monitoring und Fahrradergometrie untersucht werden. Außerdem wird eine Therapie mit der maximal tolerierten Dosis von Antihypertensiva, besonders ACE-Hemmern/AT-II-Rezeptor Antagonisten empfohlen.

Juraj Kunišek, Luka Zaputovic, Marta Žuvic Butorac, Leon Kunišek, Ksenija Lukin-Eškinja, Rade Karlavaris, Irena Bruketa-Markic, Wiener klinische Wochenschrift

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