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Innere Medizin 1. September 2008

Lipidprofil und Therapiestatus in der Sekundärprävention bei Hochrisiko-Patienten mit klinisch manif

Kardiovaskuläre Erkrankungen tragen wesentlich zur Morbidität und Mortalität in Europa bei. Aufgrund seiner hohen Assoziation mit der kardiovaskulären Mortalität gilt die Reduktion des Low Density Lipoprotein-Cholesterins (LDL-C) als primäres Ziel der lipidsenkenden Therapie. In 20 österreichischen Abteilungen für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Kardiologie oder Diabetes/Stoffwechselerkrankungen wurden zwischen Juli 2006 und Februar 2007 Lipid-profile und Therapiestatus von Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko erfasst und in Bezug auf eine lipidsenkende Therapie nachbeobachtet. Von 9152 Patienten (Alter [Mittelwert ± SD]: Frauen 69 ± 13, Männer 65 ± 12 Jahre) wiesen 6838 ein sehr hohes Risiko (Risikogruppe 1) mit einem LDL-C von 99 ± 38 mg/dl und 2314 ein hohes kardiovaskuläres Risiko (Risikogruppe 2) mit einem LDL-C von 108 ± 39 mg/dl auf. Von den 4886 Statin-behandelten Patienten erreichten 48% nicht das Therapieziel für Risikogruppe 1 (LDL-C < 70 mg/dl) bzw. für Risikogruppe 2 (LDL-C < 100 mg/dl). Dennoch wurde bei 68% dieser Patienten die Therapie nicht adaptiert. In der Gruppe der 4266 medikamentös nicht vorbehandelten Patienten verfehlten 62% ihr LDL-C-Ziel, wobei 1555 dieser Patienten (58%) trotz Betreuung in einem Zentrum weiterhin unbehandelt blieben. Angesichts einheitlicher nationaler und internationaler Leitlinien bestehen für die klinische Praxis in Österreich weiterhin große Möglichkeiten zur Intensivierung der LDL-C-Senkung zur Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse bei Risikopatienten.

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