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Innere Medizin 1. Juli 2008

Hohe Seroprävalenz von Antikörpern gegen Windpocken, Masern, Mumps, Röteln und Keuchhusten bei Mediz

ZIEL: Ziel der Studie war die Untersuchung der Seropositivität bei einer Gruppe von Medizinstudenten im ersten Studienjahr bezüglich der folgenden fünf impfpräventablen Erkrankungen: Windpocken (Varizellen), Masern, Mumps, Röteln und Keuchhusten (Pertussis). METHODEN: 256 Medizinstudenten wurden auf das Vorhandensein von IgG-Antikörpern gegen Varizellen hin untersucht. 138 davon wurden serologisch zusätzlich auch auf Antikörper gegen Masern, Mumps, Röteln und Pertussis geprüft. Dabei wurden Anamnese- und Impfdaten bezüglich Masern, Mumps, Röteln und Pertussis gesammelt. ERGEBNISSE: Eine Immunität gegen Varizellen fand sich bei 97,6%, gegen Masern bei 96,4%, gegen Mumps bei 97,8% und gegen Röteln bei 99,3% der Studienteilnehmer. Antikörper gegen das Pertussis-Toxin konnten bei 81,2% der Studenten nachgewiesen werden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Immunitätsraten gegen Varizellen, Masern, Mumps und Röteln sind bei Medizinstudenten im ersten Studienjahr sehr hoch. Zur Identifizierung der Studenten, die vor Aufnahme eines Praktikums in einer Gesundheitseinrichtung geimpft werden müssen, sollten die Kranken- und Impfgeschichten akribisch festgehalten und die Krankenakten überprüft werden. Medizinstudenten, die über keinen schriftlichen Nachweis eines ausreichenden Impfschutzes verfügen, sollten serologisch getestet und im Bedarfsfall geimpft werden.

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