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Innere Medizin 1. Jänner 2008

Einfluss akuter Erkrankungen auf die Darmmotilität

Kritisch kranke Patienten leiden häufig unter Störungen der Darmmotilität, einerseits als Folge der primären Erkrankung, welche die Aufnahme auf eine Intensivstation notwendig macht, andererseits als Komplikation des Intensivaufenthaltes. Störungen der Darmmotilität können durch Beeinträchtigungen der muskulären Funktion des Gastrointestinaltraktes, der Schrittmacherzellen des Darmes oder der nervalen Aktivität ausgelöst werden. Das enterale Nervensystem als neuronales Kontrollsystem des Darmes, enthält die größte Ansammlung von Nervenzellen (108 Zellen) außerhalb des zentralen Nervensystems. Das enterische Nervensystem funktioniert unabhängig vom zentralen Nervensystem und generiert nach Bedarf verschiedenste Motilitätsmuster: Die postprandiale Motilität beginnt nach der Nahrungsaufnahme, die interdigestive Motilität startet einige Stunden nach dem Essen. Wichtig für eine ungestörte Motilität ist die balancierte Interaktion zwischen hemmenden und stimulierenden Einflüssen. Kommt dieses Gleichgewicht aus dem Lot, sind schwere Darmmotilitätsstörungen, welche sich nach ihrem klinischen Erscheinungsbild und ihrer Ausbreitung unterscheiden, die Folge. Diese Übersichtsarbeit befasst sich mit dem Erscheinungsbild spezieller Motilitätsstörungen (Gastroparese, Postoperativer Ileus und Ogilvie Syndrom) sowie mit allgemeinen und speziellen Therapieoptionen, um die Häufigkeit oder den Schweregrad dieser Motilitätsstörungen zu reduzieren.

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