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Innere Medizin 1. November 2007

In vitro Interaktionsstudien mit Azithromycin und Dihydroartemisinin in Plasmodium falciparum Isolat

In jüngsten klinischen Studien erwies sich Azithromycin in Kombination mit Artemisininderivaten als vielversprechende Kombination für die Behandlung der unkomplizierten falciparum Malaria mit in-differenter bis synergistischer Interaktion. Das Ziel der vorliegenden Studie war die Ermittlung von optimalen Wirkstoffverhältnissen für Azithromycin und Dihydroartemisinin für die Behandlung der unkomplizierten falciparum Malaria. Die Plasmodium falciparum Isolate wurden im Rahmen einer klinischen Studie in der MARIB Feldstation im Bandarban Sadar Hospital, im Südosten Bangladeshs gewonnen und für 72 Stunden kultiviert. Die Analyse erfolgte mittels des HRP2 Medikamentensensibilitätstest. Die Auswertung der Daten ergab eine im Großen und Ganzen indifferente Interaktion für Dihydroartemisinin in Kombination mit Azithromycin mit einem optimalen Konzentrationsverhältnis bei einem Mischungsverhältnis von etwa 1 : 500. Die summarischen fraktionellen Hemmkonzentrationen (SFICs) lagen bei 95 prozentiger Hemmung zwischen 0,89 und 1,16 für die Mischverhältnisse 1 : 500 und 1 : 5000. Ein deutlicher Trend zu niedrigeren SFICs zeigte sich bei höheren Hemmkonzentrationen. Die Korrelationsanalyse legt für Azithromycin einen von den bisher verwendeten Therapeutika unterschiedlichen Wirkmechanismus nahe.

Matthias G. Vossen, Rashidul Haque, Peter Starzengruber, Wasif Ali Khan, Kamala Thriemer, Aung Swi Prue Marma, Selim Akther, Mark Fukuda, Harald Noedl, Wiener klinische Wochenschrift

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