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Innere Medizin 1. November 2007

Ferkelisosporose: Infektionsdynamik, Pathophysiologie und Immunologie experimenteller Infektionen

Isospora suis ist ein einzelliger Parasit des Schweins und der Erreger der Saugferkelkokzidiose. Diese Erkrankung zeigt eine hohe Morbidität in betroffenen Ferkelzuchtbetrieben und ist damit ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor in der Schweineproduktion. Im Verlauf der Infektion wird die Schleimhaut des Dünndarmepithels in Jejunum und Ileum stark geschädigt, was zu charakteristischen unblutigen Durchfällen führt. Eine Folge der reduzierten Nährstoffaufnahme im so geschädigten Dünndarm sind verminderte Absetzgewichte und ein starkes Auseinanderwachsen der Würfe, zusätzlich können Sekundärinfektionen mit anderen Darmpathogenen die Mortalitätsrate erhöhen. Trotz der wirtschaftlichen und veterinärmedizinischen Bedeutung der Saugferkelkokzidiose sind die Interaktionen zwischen Wirt und Parasit bislang nur unzureichend aufgeklärt. Dieser Übersichtsartikel befasst sich mit dem Lebenszyklus von I. suis und den klinischen und parasitologischen Charakteristika der Saugferkelkokzidiose. Weiters werden verschiedene Modelle der experimentellen Infektion und etablierte in vitro-Methoden zur Erforschung von I. suis vorgestellt. Er gibt einen Überblick über die natürliche Altersresistenz gegen Infektionen mit I. suis, die Immunantwort verschiedener Wirte bei anderen Kokzidieninfektionen (Eimeria spp., Cryptosporidium muris) und eine Zusammenfassung der Besonderheiten des Immunsystems des Schweins und seiner Entwicklung in den ersten Lebenswochen.

Hanna L. Worliczek, Marc Buggelsheim, Armin Saalmüller, Anja Joachim, Wiener klinische Wochenschrift

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