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Innere Medizin 1. September 2007

Zufriedenheit und Zukunftsperspektive der Internist/innen in Österreich – eine Analyse des Berufsbil

HINTERGRUND: Das Berufsbild des Arztes war in den letzten Jahrzehnten einem Wandel unterworfen. Das "Goldene Zeitalter der Mediziner" scheint der Vergangenheit anzugehören. Diese Studie analysiert Zufriedenheit und Perspektiven des Berufsbildes der österreichischen Internisten am Beginn des 21. Jahrhunderts. METHODIK: Auf Basis einer Diskussion wurde von einem internistischen Qualitätszirkel ein Fragebogen entworfen und an alle 289 oberösterreichischen Internisten versandt. Die Fragestellung gliederte sich in die Themenbereiche Berufswahl, Arbeitszufriedenheit und Zukunftsstrategien. Auch standespolitische Aspekte wie Gruppenpraxen bzw. Status und Zukunft des Allgemeininternisten wurden erfasst und behandelt. ERGEBNISSE: Österreichische Internist/innen sind mit Ihrem Beruf im Allgemeinen zufrieden. Mehr als drei Viertel würden wieder Medizin studieren und fast genauso viele auf jeden Fall oder eher wieder Internist werden. Österreichische Internisten erscheinen zufriedener als ihre deutschen Kollegen. Ihre Arbeit wird am meisten durch den hohen bürokratischen und administrativen Aufwand beeinträchtigt. Übereinstimmend bemerken fast alle Internisten ein gesteigertes Informationsbedürfnis der Patienten. Die Mehrheit der Krankenhausinternisten registriert eine gesteigerte Klagebereitschaft der Patienten. 75% der österreichischen Internisten sehen ihrer Zukunft optimistisch entgegen. Trotzdem rechnen zwei Drittel mit einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation. Fast drei Viertel der niedergelassenen und auch 65% der Krankenhausinternisten sehen in der Gruppenpraxis ein, wenn nicht das realistische Modell für ihre Zukunft. SCHLUSSFOLGERUNG: Oberösterreichische Internisten sind in der überwiegenden Mehrzahl mit ihrer Berufswahl zufrieden. Obwohl die Mehrheit in der Zukunft mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation rechnet, würden die meisten Befragten, wenn sie sich nochmals entscheiden könnten, wieder Medizin studieren und wieder Internist werden wollen. Die Gruppenpraxis erscheint für die Mehrheit als das Arbeitsmodell der Zukunft.

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