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Innere Medizin 1. August 2007

Eingeschränkte Stickstoffmonoxid Aktivität bei Frauen nach Gestationsdiabetes

HINTERGRUND: Eine Dysfunktion des Gefäß-Endothels, die vaskulären Erkrankungen und Typ 2 Diabetes vorausgehen kann, zeigt sich bei Patientinnen nach Gestationsdiabetes. Es ist allerdings nicht geklärt ob Adipositas, asymetrisches Dimethylarginin (ADMA), ein endogener Stickstoffmonoxid (NO) Synthese Inhibitor oder Insulin-Resistenz die beobachteten Gefäß-Veränderungen bei diesen Patientinnen zusätzlich verstärken. Ziel dieser Studie war es daher, Faktoren zu finden, die die Gefäß-Dysfunktion zusätzlich zum Gestationsdiabetes beeinträchtigen. METHODEN: 7 übergewichtige und 5 normalgewichtigen Patientinnen nach Gestationsdiabetes wurden in diese Studie eingeschlossen. Die Gefäß-Funktion wurde durch Änderungen des Unterarm-Blutflusses auf den Endothel-abhängigen Vasodilatator Acetylcholin (ACh), den Endothel-unabhängigen Vasodilatator Nitroglycerin (GTN), den Vasokonstriktor Norepinephrin (NE) und den NO-Synthase Inhibitor N(G)-monomethyl-L-arginine (L-NMMA) gemessen. ADMA wurde aus venösen Blutproben bestimmt und die Insulin-Resistenz wurde mittels eines modifizierten intravenösen Glukose-Toleranz Tests abgeschätzt. 20 gesunde, männliche Probanden dienten als historische Kontroll-Gruppe. RESULTATE: Verglichen mit Normalgewichtigen war die Reaktion des Unterarm-Blutflusses auf ACh bei übergewichtigen Frauen gestört (p < 0.05); ebenso war die Antwort auf den Vasokonstriktor NE tendenziell bei dieser Gruppe verringert. Weiters gab es signifikante Korrelationen zwischen der vaskulären Antwort auf ACh beziehungsweise L-NMMA und Body Mass Index, Serum ADMA Konzentrationen und stimulierten Glukose Werten (alle p < 0.05). Normalgewichtigen Patientinnen hatten mit der gesunden Kontrollgruppe vergleichbares Ansprechen auf ACh und ADMA Konzentrationen. SCHLUSSFOLGERUNG: Faktoren wie Übergewicht, erhöhte ADMA Werte und Insulin-Resistenz dürften starken Einfluss auf die Endotheliale Dysfunktion bei Patientinnen nach Gestationsdiabetes haben.

Johannes Pleiner, Friedrich Mittermayer, Herbert Langenberger, Christine Winzer, Georg Schaller, Giovanni Pacini, Alexandra Kautzky-Willer, Andrea Tura, Michael Wolzt, Wiener klinische Wochenschrift

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