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Innere Medizin 1. Juni 2007

Hohe Eradikationsrate von H. pylori mit Moxifloxacin-basierter Therapie: eine randomisierte kontroll

EINLEITUNG: In der klinischen Praxis stellt die Eradikation von Helikobacter pylori (HP) noch immer eine problematische Therapie dar. Ziel ist, eine hohe Eradikationsrate zu einem niedrigen Preis zu erzielen; die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten geben uns dazu die Möglichkeit. Kürzlich veröffentlichte Resultate mit einer auf Moxifloxacin basierten Therapie zeigten eine niedrige Resistenzrate und eine gute Kompliance. Die vorliegende Studie untersucht die Wirksamkeit des Einsatzes von Moxifloxacin im Rahmen einer Triple-Therapie zur Eradikation von HP. ZIEL UND METHODEN: Ziel unserer Studie war es, die Wirksamkeit einer einwöchigen Moxifloxacin-basierten HP-Eradikationstherapie mit der Standard-Therapie zur vergleichen. 277 HP-positive Patienten mit einer Dyspepsie ohne Ulcus wurden in 4 Gruppen randomisiert: MML Gruppe: Moxifloxacin 400 mg/Tag, Metronidazol 2 × 400 mg/Tag, Lansoprazol 30 mg 2 × tgl; MAL Gruppe: Moxifloxacin 400 mg/Tag, Amoxicillin 1 g 2 × tgl, Lansoprazol 30 mg 2 × tgl; CML Gruppe: Clarithromycin 500 mg 2 × tgl., Metronidazol 400 mg 2 × tgl, Lansoprazol 30 mg 2 × tgl; und die CAL Gruppe: Clarithromycin 500 mg 2 × tgl, Amoxicillin 1 g 2 × tgl, Lansoprazol 30 mg 2 × tgl. Zur Erfassung der Prävalenz des HP wurden die Patienten mittels dem CLO Test untersucht. Außerdem wurde vor der Randomisierung und 4–6 Wochen nach Ende der Therapie gastroskopisch eine Histologie gewonnen und eine Kultur angelegt. Die bakterielle Empfindlichkeit auf Clarithromycin und Moxifloxacin wurden durch den E-Test bestimmt. ERGEBNISSE: 265 Patienten (95,6%) vollendeten die Studie. Die HP-Eradikationsrate war entsprechend der ITT und der PP Analysen in der MML Gruppe 93,5% (58/62) und 96,7% (58/60); in der MAL Gruppe 86,4% (57/66) und 90,5% (57/63), in der CML Gruppe 70,4% (50/71) und 75,8% (50/66) sowie in der CAL Gruppe 78,2% (61/78) sowie 80,2% (61/76). Die Behandlungsprotokolle mit Moxifloxacin waren waren sowohl in der ITT als auch in der PP Analyse signifikant erfolgreicher als die Clarithromycin-basierten Therapieregimes. Von den 238 Patienten (86% der gesamten Studiengruppe) waren 10,8% primär gegen Clarithromycin und 5,9% primär gegen Moxifloxacin resistent. Die Eradikation der Moxifloxacin-sensitiven/resistenten Keimstämme lag bei 98,1/75% für das MML (p < 0,01) und bei 99,1/66,7% für das MAL Regime (p = n.s.), verglichen mit dem Erfolg bei Moxifloxacin-sensitiven Stämmen von 98,1/91,1% (p < 0,05) bzw. Moxifloxacin-resistenten von 75/66,7% (p = n.s.) für die MML und MAL Gruppen. Die Behandlungsprotokolle mit Clarithromycin unterschieden sich bezüglich ihrer Wirksamkeit, sensitive oder resistente Keimstämme zu eradizieren, nicht signifikant. SCHLUSSFOLGERUNG: Triple-Therapien mit Moxifloxacin zeigten höhere Eradikationsraten mit weniger Nebenwirkungen als die bisherige Standardtherapie, sowie eine gute Kompliance. Außerdem macht die zunehmende Prävalenz der Resistenz gegenüber Clarithromycin Moxifloxacin-basierte Therapieprotokolle wahrscheinlich zu einer wirksamen und sicheren Option zur Behandlung einer Infektion mit HP.

Petra Bago, Aleksandar Vcev, Monika Tomic, Marjan Rožankovic, Marinko Marušić, Josip Bago, Wiener klinische Wochenschrift

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