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Innere Medizin 1. Juni 2007

Videoendoskopie und Histopathologie des ösophagogastralen Übergangs bei Patienten mit gastroösphagea

HINTERGRUND: In der Endoskopie beginnt der Magen mit den sogenannten gastralen Schleimhautfalten. Anatomische Studien lassen jedoch vermuten, dass diese Falten zum Ösophagus gehören. Deshalb hat diese Studie die Histologie des Beginns der endoskopisch sichtbaren Magenfalten bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit untersucht. METHODIK: Bei 35 Patienten (20 Männern und 15 Frauen) mit gastroösophagealer Refluxkrankheit wurden Videoendoskopie und Biopsien aus dem ösophagogastralen Übergang durchgeführt. Endoskopie und Biopsien wurden digital aufgezeichnet. Zylinderepithelösophagus und Ösophagitis wurden entsprechend der Paull-Chandrasoma bzw. Los Angeles Klassifikation beurteilt. ERGEBNISSE: Endoskopie: Ein endoskopisch normaler ösophagogastraler Übergang und ein endoskopisch sichtbarer Zylinderepithelösophagus < 0,5 cm fanden sich bei 11 (31%) bzw. 24 (69%) Patienten. Histologie: Bei 22,8% und 51,4% der Patienten war der Zylinderepithelösophagus in Biopsien 1,0 cm bzw. 0,5 cm distal des Beginns der endoskopischen Magenfalten nachzuweisen. Bei 8 Patienten (22,9%) fand sich eine intestinale Metaplasie (= Barrett Ösophagus). ZUSAMMENFASSUNG: Endoskopisch kann ein histologischer Zylinderepithelösophagus in den so genannten Magenfalten nicht ausgeschlossen werden. Der Beginn der Magenfalten dient als Referenz-Ebene für die Biopsielokalisationen.

Claudia Ringhofer, Johannes Lenglinger, Margit Eisler, Fritz Wrba, Roland Sedivy, Johannes Zacherl, Enrico P. Cosentini, Gerhard Prager, Elena Devyatko, Martin Riegler, Wiener klinische Wochenschrift

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