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Foto: Buenos Dias/photos.com
Schlafen kann gefährlich sein – zumindest dann, wenn sich ein Schlaganfall einstellt.
 
Innere Medizin 9. Juli 2009

Schlaganfall bitte im Wachzustand

 

Wer seinen Insult im Schlaf erleidet, hat ein schlechteres Outcome. Zaninelli A et al. (Cerebrovasc Dis 2009;27(suppl 6):6) stellten in einer italienweiten, prospektiven Multicenter-Studie anhand von fast 3.000 Insultpatienten fest, dass Schlaganfälle, die während des Schlafes auftraten, im Vergleich zu im Wachzustand erlittenen schwerer verliefen sowie mit höherer Mortalität und schlechterem funktionellen Outcome assoziiert waren. Sowohl die NIHSS-Scores (8,3±6,0 vs. 7,2±5,5) als auch die mRS-Scores bei Entlassung (3,1±1,6 vs 2,7±1,8) waren deutlich schlechter. Die 30-Tage-Mortalität betrug 11,1 Prozent in der Gruppe der Schlafenden gegenüber 8,3 Prozent in der Gruppe der Insulte im Wachzustand. In der Diskussion der Studie wurde kritisiert, dass abgesehen davon, dass dieses Ergebnis wohl nicht zuletzt aufgrund der Verzögerungen etwa durch verspätetes Erkennen des Geschehens erwartet werden konnte, die Konsequenzen für die Praxis unklar bleiben, da sich die Patienten wohl eher selten den Zeitpunkt ihres Schlaganfalls aussuchen.

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