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Innere Medizin 1. April 2007

Subtypenanalysen und genotypische Resistenzbestimmungen bei HIV-1 infizierten Patienten in Österreic

HINTERGRUND: Es konnte gezeigt werden, dass Subtypenanalysen und genotypische Resistenzbestimmungen bei HIV-1 infizierten Patienten für epidemiologische und therapeutische Studien sowie für die Impfstoffentwicklung von Bedeutung sind. Die Mehrheit der HIV-1 Isolate kann in Europa dem Subtyp B zugeordnet werden. Durch den Tourismus und die Immigration kommen auch andere Subtypen und rekombinante Virusstämme nach Österreich. ZIEL UND STUDIENDESIGN: Um die Verbreitung der HIV-1 Subtypen zu analysieren, wurden 188 Plasmaproben von behandelten Patienten untersucht. Für die phylogenetischen Analysen wurden die Protease und reverse Transkriptase Region amplifiziert und sequenziert. Anschließend konnten die Subtypen mit einem Sequenzvergleich von Referenzstämmen bestimmt werden. Die genotypischen Resistenzen wurden mit dem Resistenzalgorithmus der Stanford Universität analysiert. ERGEBNISSE: In 20,2% aller Patientenproben konnten andere Stämme als Subtyp B gefunden werden. Mit 50% fand sich der höchste Anteil in den südlichen Bundesländern Österreichs. Mit 85% waren CRF01_AE und CRF02_AG die häufigsten rekombinanten Virusstämme, die in Österreich gefunden wurde. Die Resistenzanalysen zeigten, dass 57,4% aller Patienten keine relevanten Resistenzen für alle drei Virustatikagruppen hatten. Jedoch fanden sich bei 12,2% Multiresistenzen gegen alle Medikamentengruppen. SCHLUSSFOLGERUNG: In weiten Teilen Österreichs kommt der HIV-1 Subtyp B immer noch am häufigsten vor. Dennoch können in den südlichen Bundesländern signifikant mehr "nicht B Subtypen" und rekombinante Virusstämme gefunden werden.

Barbara Falkensammer, Martin Doerler, Harald H. Kessler, Elisabeth Puchhammer-Stoeckl, Walter Parson, Christina Duftner, Manfred P. Dierich, Heribert Stoiber, Wiener klinische Wochenschrift

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