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Innere Medizin 7. Oktober 2008

Neue Stämme in Grippeimpfung

Derzeit wird in Europa das Auftreten eines neuen virulenten Virusstamms aus Australien erwartet, der eine schwere Influenzawelle auslösen könnte. Daher wird die Impfung angepasst. Laut dem Collaborating Centre der Weltgesundheitsorganisation WHO in Melbourne war für den Anstieg der Influenzafälle in Australien hauptsächlich ein neues Influenzavirus mit der offiziellen Bezeichnung A/Brisbane/10/2007 (H3N2) verantwortlich. Die WHO hat empfohlen, diesen Virusstamm in den diesjährigen Influenza-Impfstoff für Europa aufzunehmen.
Im April 2008 fanden Wissenschaftler heraus, dass die A/H3N2-Virusstämme in der Regel zunächst von Ost- und Südostasien aus Ozeanien erreichen und sich dann weiter nach Nordamerika, Europa und schließlich nach Südamerika ausbreiten.
Jedes Jahr analysiert das weltweite Influenza-Überwachungsnetzwerk der WHO Tausende von Virusproben aus der ganzen Welt und versucht, Voraussagen darüber zu treffen, welche drei Stämme in der folgenden Influenzasaison wahrscheinlich die größte Bedrohung für die Gesundheit des Menschen darstellen werden.
Zum ersten Mal seit 20 Jahren wird der Influenzaimpfstoff für die nördliche Hemisphäre in der Saison 2008/09 drei Virusstämme enthalten, die gegenüber dem Vorjahr neu sind: A/H3N2, A/Brisbane/59/2007 (H1N1) und B/Florida/4/2006.
„Es ist bekannt, dass sich Influenzaviren jedes Jahr verändern. Aus diesem Grund benötigen wir jedes Jahr einen neuen Influenzaimpfstoff, und aus diesem Grund muss auch der Impfschutz jedes Jahr erneuert werden“, so Professor Bruno Lina, Leiter des Nationalen Referenzzentrums für Influenza in Lyon, Frankreich. „Die bevorstehende Saison ist insofern ungewöhnlich, als sich unter den drei neuen Impfstämmen einer befindet, der sich in Australien als sehr virulent erwiesen hat. Damit wird es noch wichtiger, den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden für die saisonale Influenzaimpfung zu folgen.“

OTS

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