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HNO 1. Mai 2006

Vom Halsschmerz auf die Intensivstation: das Lemierre Syndrom

Das Lemierre Syndrom, auch als Post-Angina-Sepsis bekannt, ist eine akute oropharyngeale Infektion verbunden mit einer Jugularvenenthrombophlebitis und metastatischen Abszessabsiedlungen. Die Infektion wird meist durch Fusobacterium necrophorum hervorgerufen. Im Folgenden berichten wir über einen 19-jährigen Patienten, welcher mit Fieber, Halsschmerzen, und progredienter Atemnot an unserer Abteilung aufgenommen wurde. In der Computertomographie von Hals und Thorax zeigten sich ein parapharyngealer Abszess, eine Jugularvenenthrombose, eine nekrotisierende Mediastinitis sowie bilaterale intrapulmonale Konsolidierungen mit Kavernenbildung. Die Blutkultur zeigte eine anaerobe Bakteriämie mit Fusobakterium necrophorum. Durch eine rasche und umfassende chirurgische Sanierung der Abszessformationen im Hals und Thorax, verbunden mit einer Breitband-Antibiotikatherapie und intensivmedizinischer Betreuung gelang es das Krankheitsbild zu beherrschen.

Maximilian Hochmair, Arschang Valipour, Elisabeth Oschatz, Peter Hollaus, Monika Huber, Otto Chris Burghuber, Wiener klinische Wochenschrift

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