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HNO 11. April 2006

Überdruckbeatmung reduziert Hypertonie

Oxford. Patienten mit einer obstruktiven Schlafapnoe haben häufig einen erhöhten Blutdruck und somit ein höheres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Wenn nun eine CPAP (continuous positive airway pressure)-Beatmung bei diesen Patienten den Blutdruck senken könnte, dann würde das kardiovaskuläre Risiko sinken.  Aufgrund dieser Überlegung haben Justin CT Pepperell und Kollegen vom Oxford Radcliffe Hospital 118 Männer mit obstruktiver Schlafapnoe einen Monat lang mit einer nächtlichen CPAP-Beatmung behandelt. Bei 59 Männern wurde zum Ausschluss eines Placebo-Effekts der Druck so gering gewählt, dass die Beatmung keine therapeutische Wirkung hatte.

Wie Pepperell in der aktuellen Ausgabe des Lancet (359, 2002, 203) berichtet, reduzierte die therapeutische Beatmung den mittleren 24-Stunden-Blutdruck um 2,5 mmHg.  Die Blutdruck-Reduktion konnten die Wissenschaftler sowohl bei den systolischen als auch bei den diastolischen Werten beobachten. Die Beatmung ohne therapeutische Wirkung führte hingegen zu einem Anstieg des mittleren Langzeitblutdrucks um 0,8 mmHg.

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