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HNO 30. Juni 2005

Entzündliche Kehlkopfkrankheiten, Teil I

Bei entzündlichen Erkrankungen des Kehlkopfes werden akute von chronischen (länger als 3 bis 4 Wochen) Laryngitiden unterschieden. Leitsymptom einer Laryngitis ist die Stimmstörung (Dysphonie). Länger als drei Wochen bestehende Heiserkeit muss - vor allem im Hinblick auf tumoröse Erkrankungen des Kehlkopfes - HNO-ärztlich abgeklärt werden. Als orientierende Kehlkopf-Diagnostik erfolgt eine indirekte Kehlkopfspiegelung. Zur genauen Beurteilung des Endolarynx ist eine transorale Lupen(video)laryngoskopie erforderlich. Bei trotz Lokalanästhesie starkem Würgreiz und/oder mangelnder Kooperation des Patienten steht die transnasale flexible (Video-) Laryngoskopie zur Verfügung. Eine Analyse des Wellenablaufes der Stimmlippen wird mit einer speziellen "Blitzlichtuntersuchung", der Stroboskopie, vorgenommen. Die Entnahme von Probeexzisionen und chirugische Eingriffe erfolgen zumeist im Rahmen einer "direkten" Mikrolaryngoskopie in Narkose.

Entzündliche Kehlkopferkrankungen werden eingeteilt in:

  • Akute Laryngitis (Sonderformen: Subglottische Laryngitis und Epiglottitis)
  • Chronische Laryngitis (Unspezifische chronische Laryngitis, Laryngitis gastrica und Laryngitis bei granulomatösen Entzündungen)
  • Larynx-Mykosen
  • Perichondritis

Prof. Dr. Doris-Maria Denk, Ärzte Woche 6/2002

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