zur Navigation zum Inhalt
 
HNO 30. Juni 2005

Für Streptokokkenangina sprechen vier Befunde

Neu-Isenburg. Bei Tonsillitis-Patienten stehen Ärzte immer wieder vor der Frage: Sollen sie Antibiotika verschreiben? Die Bewertung von vier Kriterien hilft bei der Entscheidung über virale oder bakterielle Genese: Vergrößerte und/oder druckschmerzhafte regionäre Lymphknoten, Fieber, fehlender Husten, Tonsillenbeläge - diese vier Kriterien zur Abgrenzung einer Strepytokokkenangina zur viralen Entzündung haben sich in einer Untersuchung mit 124 erwachsenen Halsschmerzpatienten als hilfreich erwiesen. 
Dr. Fritz Meyer, HNO-Arzt aus Oettingen, und Kollegen von der Universität Marburg, Deutschland, stellten fest, dass nur die Bewertung von mehreren Kriterien eine Abschätzung über eine mögliche Streptokokkeninfektion erlaubt (Z Allg Med, 78, 2002, 248). 
Wegen geringem Aufwand und hoher Aussagekraft sei diese Entscheidungshilfe zu empfehlen, so Meyer. 
Zudem schätzte Meyer ein, ob die Entzündung viral oder bakteriell bedingt war. Diese Daten verglichen die Forscher mit den Befunden des Rachenabstrichs der Patienten. Da die Patienten nur von einem Arzt untersucht wurden, sei die Streuung bei Befund- und Anamneseerhebung vermieden worden, so die Autoren.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben