zur Navigation zum Inhalt
Mit einem Gehörschutz sicher gegen die Silvesterkracher
 
HNO 31. Dezember 2011

Knalltraumen: Unterschätzte Silvesterkracher

"Die gefährlichen Auswirkungen von Silvesterknallern auf unser Gehör werden immer wieder unterschätzt. Die Folgen können Explosions- und Knalltraumen mit bleibenden Hörschäden und Tinnitus sein. Die Ernüchterung kommt zumeist am nächsten Tag. Ein genügender Abstand zum Feuerwerk oder persönlicher Gehörschutz ist deshalb die beste Vorsorge," so Prof.Dr. Patrick G. Zorowka, Universitätsklinik für Hör-, Stimm- und Sprachstörungen, Medizinische Universität Innsbruck.

Kracher

Foto: photos.com


Unterschätztes Gesundheitsrisko Lärm

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die im Mai 2011 veröffentlicht wurde, ist Lärm das zweitgrößte Gesundheitsrisiko überhaupt. Bereits ein einmaliges kurzes, lautes Geräusch von 120 dB kann irreversible Gehörschäden verursachen.

Bis zu 130 dB


Auch andere gesundheitliche Auswirkungen wie Herz- und Kreiskauferkrankungen, Wahrnehmungs- und Schlafstörungen können durch Lärm hervorgerufen werden. Feuerwerkskörper, die sehr nahe am Ohr explodieren, können einen Schallpegel von bis zu 130 dB erreichen und so zu dauerhaften Hörschäden führen. Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche, die um diese enorme Gefahr nicht oder zu wenig Bescheid wissen.

Akute Knalltraumen


Die Folgen können Knalltraumen, ein Riss im Trommelfell oder sogar Tinnitus sein: Ein dumpfes Gefühl im Ohr, Druck, verzerrtes Hören sind Symptome eines akuten Hörschadens. Sind die Beschwerden auch am Neujahrstag noch vorhanden, sollte ein Facharzt aufgesucht werden.

Um Hörschäden von vornherein auszuschließen, sollten alle, die sich zu Silvester in der Nähe von Feuerwerkskörpern aufhalten, einen passenden Gehörschutz tragen.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben