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CI plus Restgehör bieten die Chance auf ein besseres Hörerlebnis.
 
HNO 17. Mai 2011

Die Zukunft hören

Hörimplantate und der Weg zurück ins Leben.

Von unterschiedlichen Formen der Schwerhörigkeit sind rund 19 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahre betroffen. Hörimplantate können helfen, den Hörverlust wieder auszugleichen. Die österreichische Gesellschaft für implantierbare Hörhilfen, CIA, lud zum Symposium „Hear The Future“ von 28. April bis 1. Mai nach Innsbruck.

 

In Österreich sind schätzungsweise 1.520.000 Menschen hörbeeinträchtigt. In der medizinischen Forschung im Bereich Hörimplantate liegt der Fokus derzeit insbesondere auf der minimalinvasiven Cochlea-Implantation und dem Erhalt des Restgehörs, wie Prof. Dr. Baumgartner, HNO-Universitätsklinik des AKH Wien und Präsident der CIA, sowie Prof. Dr. Georg-Mathias Sprinzl, HNO-Klinik der MedUni Innsbruck, ausführten. Obgleich Implantate das Hörvermögen deutlich verbessern, bietet die Möglichkeit, zusätzlich auf das noch vorhandene, natürliche Gehör zurückgreifen zu können, ungeahnte Chancen auf ein noch besseres Hörerlebnis. Dr. Veronika Starlinger und Prof. Dr. Klemens Frei, beide Medizinische Universität Wien, gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen in der Stammzellenforschung bzw. in der noch jungen Wissenschaft der Hörgenetik.

Dr. Bernhard Laback, Institut für Schallforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, beleuchtete die Bedeutung der Lokalisation, also der Richtungsbestimmung von Schallquellen für ein optimales Hörerlebnis.

Im Anschluss an die Fachvorträge berichteten Patienten über ihren Weg zurück in ein erfülltes Leben. Etwa nach über 40 Jahren in kompletter Stille zurück in ein Leben, das nach einer Cochlea-Implantation mit allen Sinnen erlebt werden kann. Geduld und Ausdauer sowie realistische Zielsetzungen sind essenziell für den Erfolg.

Die Bedeutung von Bildungsstandards für eine optimale psychosoziale Entwicklung von Kindern mit Hörbeeinträchtigung wurden erörtert, Möglichkeiten und Grenzen der Hilfestellung sowie Implikationen des „Andersseins“ aufgezeigt.

 

Quelle: Presseinformation von Cochlea Implant Austria, CIA.

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