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Gynäkologie und Geburtshilfe 28. November 2007

Langfristiges Risiko nach Früherkennung

Frauen, die auf Grund einer cervikalen Neoplasie dritten Grades bereits behandelt wurden, haben ein erhöhtes Risiko, invasive Zervix- und Vaginalkarzinome zu entwickeln. Das ist das Ergebnis einer neuen Studien der Universität Göteborg (BMJ 24 October 2007). Für die prospektive Kohortenstudie wurden die Daten von 133.000 Frauen ausgewertet, bei denen zwischen 1958 und 2002 schwere Dysplasien oder cervikale Karzinomata in situ diagnostiziert und behandelt worden waren. Diese Frauen erkrankten mit einer um den Faktor 2,34 erhöhten Wahrscheinlichkeit an Gebärmutterhalskrebs als die restliche weibliche Bevölkerung. Die Wahrscheinlichkeit von Vaginalkarzinomen war fast sieben Mal (6,82) so hoch.
Diese Ergebnisse legen nahe, dass das erhöhte Risiko sowohl für Gebärmutterhalskrebs als auch für Vaginalkarzinome über 25 und mehr Jahre bestehen bleibt. Zusätzlich zeigte sich, dass das Risiko eines Gebärmutterhalskrebses stieg, wenn die Frauen zum Zeitpunkt der Diagnose bereits über 50 Jahre alt waren. Die Studienautoren fordern daher, dass bei diesen Patientinnen über mindestens 25 Jahre lang regelmäßig Abstriche durchgeführt werden sollten.

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