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Brustkrebsrisiko Alkohol

Das Brustkrebsrisiko wird durch die Menge und nicht durch die Art des konsumierten Alkohols beeinflusst, wie eine rezente US-amerikanische Studie, die bei der European Cancer Conference in Barcelona vorgestellt wurde, zeigt. Studienleiter Dr. Arthur Klatsky von der Kaiser Permanente Forschungsabteilung in Oakland, Kalifornien: „Der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und erhöhtem Brustkrebsrisiko wurde mehrfach in Populationsstudien dokumentiert. Allerdings gab es bislang wenig Daten darüber, welche Rolle die Art der alkoholischen Getränke spielt.“
Um herauszufinden, ob verschiedene Alkoholika unterschiedliche Risiken bergen, untersuchten Klatsky und sein Team die Trinkgewohnheiten von 70.000 Frauen, die zwischen 1978 und 1985 medizinisch untersucht worden waren. 2.829 der Teilnehmerinnen entwickelten innerhalb der nächsten 20 Jahre Brustkrebs. Egal, ob die Frauen lieber Rot- oder Weißwein, Bier oder geistige Getränke konsumierten, das Brustkrebsrisiko blieb unverändert. Es zeigte sich jedoch, dass Frauen, die täglich ein oder zwei alkoholische Getränke (jeglicher Art) zu sich nahmen, ein um zehn Prozent höheres Brustkrebsrisiko hatten als jene, die im Schnitt weniger als ein alkoholisches Getränk pro Tag konsumierten.
Ein Konsum von mehr als drei Alkoholika täglich erhöhte das Brustkrebsrisiko gar um 30 Prozent. Studienautor Klatsky: „Eine Risikoerhöhung um 30 Prozent ist nichts Triviales. Im Kontext betrachtet: dieses Risiko ist ähnlich hoch wie jenes bei Patientinnen, die Östrogene einnehmen. In einer anderen Studie haben wir gezeigt, dass auch eine Packung Zigaretten täglich das Brustkrebsrisiko um 30 Prozent anhebt.“

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