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Gynäkologie und Geburtshilfe 20. September 2007

Äpfel gegen Asthma

Schwangere, die regelmäßig Äpfel essen, können dadurch ihr Ungeborenes vor späterem Asthma schützen. Das ergab eine Studie an mehr als 1.000 fünfjährigen Kindern und ihren Müttern. Regelmäßiger Fischgenuss während der Schwangerschaft wiederum beugt Ekzemen und allergischer Rhinitis während der Kindheit vor.
Wie Dr. Saskia Willers vom Institut für Risikoforschung der Universität Utrecht meint, könnten diätetische Maßnahmen während der Schwangerschaft kindlichem Asthma und Allergien vorbeugen. Sie leitete eine longitudinale Kohortenstudie , an der ursprünglich 2.000 Frauen teilnahmen. Sie beantworteten in der zweiunddreißigsten Schwangerschaftswoche ein „Food Frequency Questionnaire“ , welches Ernährungsgewohnheiten detailliert erfragte. Weiters wurden sie einem Allergietest unterzogen. Ein, zwei und fünf Jahre nach der Geburt des Kindes wurden die Mütter betreffend respiratorischer Symptome des Nachwuchses befragt.
Das Ergebnis: weder der Obstkonsum insgesamt, noch Zitrusfrüchte, Kiwi, Gemüse, Fruchtsäfte, Vollkornprodukte oder verschiedene Milchprodukte übten Einfluss auf die Asthmawahrscheinlichkeit aus (Thorax 2007; 62:772-778). Aber die Äpfel: Kinder jener Frauen, welche während der Schwangerschaft mehr als vier Äpfel täglich zu sich nahmen, litten signifikant seltener (Faktor 0,63 bzw. 0,54) an respiratorischen Beschwerden, als die Kinder jener Mütter, die täglich bloß einen oder gar keinen Apfel zu sich nahmen.
Der Studie zufolge hängt außerdem der mütterliche Fischkonsum mit dem Ekzemrisiko des Kindes zusammen.
Aßen die Frauen mindestens einmal pro Woche Fisch, so litten ihre Kinder nur halb so oft an Ekzemen. Konsum fettigen, bzw. ölreichen Fisches verringerte Heuschnupfenerkrankungen bei den Kindern um den beachtlichen Faktor 0,2, verglichen mit den Kindern völlig fischabstinenter Mütter.
Studienautoren Willers et al. kommen zu dem Schluss, dass der Konsum von Äpfeln und Fisch kindlichem Asthma und Allergien vorbeugen kann.

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