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Sanftes Anti-Aging funktioniert

Schon Hippokrates wusste: „Durch „sanftes Training des Körpers altert dieser langsamer und gesünder.“ Die traditionelle chinesische Medizin setzt dieses Bewusstsein schon seit 23 Jahrhunderten mit Erfolg um.

„Westliches Training bedeutet, mit seinen Kräften an seine Grenzen zu gehen“, hielt Dr. Karl J. Neeser von der Chulalongkorn University in Bangkok in seinem Vortrag fest. „Training nach asiatischer Lesart dagegen setzt auf sanfte, gleichmäßige Bewegungen des Körpers.“
Uralte Trainingsmethoden, wie Qi Gong und Yoga, setzen auf die Atmung, Meditation, Training und Entspannung, vertreten also ein ganzheitliches Konzept. „Diese Methoden, Qi Gong kommt aus China, Yoga aus Indien, wollen Harmonie für den Körper, den Geist und die Seele erzeugen. Seit einigen Jahren finden diese Methoden zunehmend auch Eingang in die westliche Welt und die westliche Medizin.“

Altes für modernes Anti-Aging

Längst wurden Yoga, Tai Chi, Qi Gong und Ayurveda aus der esoterischen Schmuddelecke geholt. So weisen etwa Studien positive Auswirkungen von Qi Gong und Tai Chi bei Hypertonie nach. Drei Studien des Shanghai Institute of Hypertension, die zwischen 20 und 30 Jahre lang insgesamt rund 500 ProbandInnen untersuchten, kamen zum Ergebnis, dass Qi Gong, regelmäßig angewendet, zu einer signifikanten Senkung des Blutdrucks führt (Wang Chongxing, 1990/93). „Ebenso wurde eine Reduktion zerebrovaskulärer Risikofaktoren, ein protektiver Effekt auf das Herz sowie eine verbesserte Hirnleistung durch Qi Gong und Tai Chi nachgewiesen“, so Neeser.
Für Neeser ist klar, dass „Tai Chi, Qi Gong, Yoga und Ayurveda den Alterungsprozess verlangsamen“. Egal sei dagegen weitgehend, ob ein asiatisches oder westliches Trainingsprogramm zur Anwendung kommt. „Um das Altern zu verlangsamen, ist es von großer Wichtigkeit, überhaupt zu trainieren.“

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