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Qualität braucht Kontrolle ...

... unter geeigneten Bedingungen.
Wie in vielen Bereichen des Lebens ist auch in der Medizin „Qualitätsmanagement“ zu einem viel zitierten Schlagwort geworden. Auf der einen Seite braucht Qualität Bildung als Grundlage, andererseits müssen strukturelle Gegebenheiten geschaffen werden, Wissen und Erfahrung auch in geeigneter Weise umsetzen zu können. Beiden Kriterien trägt die Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) Rechnung. Als wissenschaftliche Gesellschaft besteht ein Großteil ihrer Arbeit in der Organisation von Fortbildungsveranstaltungen, darüber hinaus werden zahlreiche Forschungsprojekte, aber auch die in Ausbildung stehenden Kollegen unterstützt. „Wir haben aber auch den Österreichischen Strukturplan Gesundheit für den Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe federführend mitgestaltet“, betont der Präsident der OEGGG im Interview mit der ÄRZTE WOCHE. Die regionale Qualität müsse trotz Sparmaßnahmen aufrechterhalten werden. Einen wichtigen Faktor stellt die Kontrolle dar. Landesweite Evaluierungen und Analysen sollen umgesetzte Veränderungen beurteilen und im Sinne eines Benchmarkings Verbesserungen und Kurskorrekturen ermöglichen.
Anonyme Fehlermeldesysteme können dazu beitragen, Mängel aufzuzeigen und die geeignete Fehlerkultur zu schaffen, um aus diesen zu lernen.
Nur solche Voraussetzungen werden es möglich machen, dass die „bahnbrechenden Entwicklungen“ der letzten Dekaden im Bereich Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin in hoher Qualität allen Patientinnen zu Gute kommen.

Gemäß dem Motto „Der Mensch ist der Faktor, der nie ganz aufgeht“ (Friedrich Dürrenmatt) möchte ich mich, liebe Leserinnen und Leser, mit diesem FOKUS von Ihnen verabschieden. Ein „Danke“ richte ich an den langjährigen Chefredakteur der ÄRZTE WOCHE, Herbert Hauser, der mir in den sieben Jahren, die ich bei ihm lernen durfte, immer vermittelt hat, dass Fehler nie „das Thema“ sein können ...

Eine interessante FOKUS-Lektüre, wünschen Ihnen
Dr. Myriam Hanna-Klinger und das Redaktionsteam der ÄRZTE WOCHE.

Dr. Myriam Hanna-Klinger, Ärzte Woche 20/2001

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