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Verbessertes PFS bei Brustkrebs

Die zusätzliche Gabe des monoklonalen Antikörpers Denosumab zur adjuvanten Therapie mit Aromatasehemmern bei postmenopausalen, hormonrezeptorpositiven Brustkrebspatientinnen reduziert die Rück fallsrate um 18  %. Das ist das zentrale Ergebnis der von der Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group  (ABCSG) geleiteten Brustkrebsstudie ABCSG 18 zum krankheitsfreien Überleben, die Ende vergangenen  Jahres beim San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert wurde.   

Zusätzlich  zu  der  bereits  Mitte   des Jahres publizierten Reduktion von therapieinduzierter  Osteoporose  und   Knochenbrüchen  durch  die  zusätzlich  Verabreichung  von  Denosumab   zur endokrinen Adjuvanstherapie mit  Aromatase-Inhibitoren,  konnte  mit   den  nun  publizierten  Ergebnissen   ein  weiterer  Vorteil  dieser  Therapie   gezeigt  werden.  Die  Auswirkungen   von  Denosumab  auf  die  Knochengesundheit  hatten  den  ersten  Studienendpunkt  dargestellt,  der  durch  eine   Reduktion  von  therapieinduzierter   Osteoporose  und  Knochenbrüchen   ohne zusätzliche Toxizität um 50  % erreicht wurde.

Auswirkungen  auf die klinische Praxis

Der  Einfluss  von  Denosumab  auf  das   krankheitsfreie Überleben (disease-free  survival,  DFS)  bildete  einen  weiteren   Studienendpunkt.  Insgesamt  wurden   370  DFS-Ereignisse  im  Zeitraum  von   vier  Jahren  dokumentiert,  davon  203   in  der  Placebo-Gruppe  und  167  im   Denosumab-Arm. Diese Reduktion der  Rezidivrate  von  Brustkrebs  ist  knapp   an  der  statistischen  Signifikanzgrenze   (HR = 0,816,  p = 0,051).  „Dieses  Ergebnis  ist  hoch  erfreulich,  zeigt  es  doch,  dass  adjuvantes   Denosumab  nicht  nur  Knochenbrüche halbiert, sondern auch die Rezidivrate  von  Brustkrebs  verringert“,  stellt   Univ.-Prof.  Dr.  Michael  Gnant,  Leiter   der Universitätsklinik für Chirurgie der  MedUni  Wien,  stellvertretender  Leiter  des  Comprehensive  Cancer  Center  (CCC)  und  Präsident  der  ABCSG,  fest:   „Wir  haben  immer  davon  geträumt,   über  eine  Veränderung  des  Microenvironments  die  Heilungsrate  günstig   zu beeinflussen, und mit ABCSG 18 gelingt uns das ein weiteres Mal. “ Explorative  Subgruppenanalysen   zeigen,  dass  einige  Patientinnen  besonders  deutlich  von  der  praktisch   nebenwirkungsfreien   Zugabe   von    Denosumab  zur  üblichen  Aromatase- Inhibitor-Therapie  profitieren:  Besonders bei Tumoren über zwei Zentimeter  Größe und frühzeitigem Behandlungs- beginn sowie bei Tumoren mit beson- ders  hoher  Rezeptordichte  zeigt  sich   ein klar signifikantes Ergebnis.  Die  Ergebnisse  werden,  so  Gnant,   bald  Änderungen  in  der  klinischen   Praxis  zur  Folge  haben:  „Damit  steht  Denosumab, das kaum Nebenwirkungen  aufweist,  in  der  Adjuvanstherapie insgesamt über den Bisphosphonaten  und  sollte  meiner  Meinung   nach  allen  postmenopausalen,  hormonrezeptorpositiven  Brustkrebspatientinnen  angeboten  werden.“  Von   Bisphosphonaten, die in der Osteoporosetherapie eingesetzt werden, weiß  man,  dass  sie  positiven  Einfluss  auf   das  krankheitsfreie  Überleben  haben   können.  Denosumab  wirkt  ähnlich   wie Bisphosphonate, hat bei stärkerer  Wirksamkeit  allerdings  weniger  Toxizität und kann sehr einfach subkutan  verabreicht werden.   

Quelle: Presseaussendung Austrian  Breast & Colorectal  Cancer Study Group &  MedUni Wien

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