zur Navigation zum Inhalt
 

Später Kinderwunsch

Testverfahren könnte Frauen informieren, wie lange sie noch Kinder bekommen können.

Mit dem Juno Fruchtbarkeitstest ist erstmals in Europa ein softwaregestützter Hormontest zur Bestimmung des weiblichen Eizellvorrats erhältlich.

Immer mehr Frauen verschieben ihren Kinderwunsch in einen späteren Lebensabschnitt. Im Alter von Mitte 30 ist der Eizellvorrat bereits bei 25 Prozent aller Frauen eingeschränkt oder erschöpft. Das führt zunehmend dazu, dass Frauen aufgrund einer bereits eingeschränkten Fruchtbarkeit auf künstliche Befruchtungsverfahren zurückgreifen müssen, um schwanger zu werden. Rund die Hälfte aller Frauen, die heute ein Kinderwunschzentrum zur künstlichen Befruchtung aufsuchen, sind älter als 37 Jahre.

Dass die Anzahl an Eizellen in den Eierstöcken maßgeblich entscheidet, bis zu welchem Alter Frauen schwanger werden können, ist unter Reproduktionsmedizinern gut bekannt – unter Frauen weniger. Studien zeigen, dass mit Mitte 30 rund 25 Prozent aller Frauen von einer erschöpften oder dezimierten Eizellreserve betroffen sind.

Kinderwunschmediziner Dr. Alexander Just sagt anlässlich einer Pressekonferenz am 19.1.: „Wie lange eine Frau fruchtbar ist, hängt davon ab, mit welcher Eizellreserve sie zur Welt gekommen ist und wie schnell diese verbraucht wird. Ersteres wird hauptsächlich vererbt, Zweiteres wird auch vom Lebensstil beeinflusst. Wie groß die Eizellreserve zu einem gegebenen Zeitpunkt tatsächlich ist, kann man nur mit einem Hormontest bestimmen.“

Erhebung des Eizellvorrats

Mit dem Juno Fruchtbarkeitstest ( www.fruchtbarkeitstest.at ) hat das Juno Institut in Wien die Blutanalyse des sogenannten Anti-Müller-Hormons (AMH) mit einem standardisierten Software kombiniert. Laut Juno Institut, könnte so der Vorrat an Eizellen in den Eierstöcken möglichst präzise erhoben und interpretiert werden. Durch die Integration von Alter, Lebensstilfaktoren und medizinischer Vorgeschichte in einen Online-Algorithmus wird ein personalisierter Befund erstellt, angepasst an die aktuelle Lebenssituation der Frau.

Da das Verfahren mit Kapillarblut aus dem Finger als Selbsttest funktioniert, sind Kundinnen unabhängig von Arzt und Labor. Das Ausfüllen eines Online-Fragebogens und ein paar Tropfen Blut aus dem Finger reichen aus, um ein Ergebnis zu generieren. Falls notwendig, können Frauen mit dem Befund einen Arzt zur weiteren Abklärung aufsuchen.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben