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Kreuzweh bei Schwangeren

Bad Pyrmont. Schwangere und Wöchnerinnen mit starken Rückenschmerzen können, wenn auch selten, eine osteoporotische Wirbelfraktur haben. Es lohnt sich, daran zu denken. Denn: Mit einer Therapie gleich nach der Geburt normalisiert sich die Knochendichte oft wieder.

Hierzulande bekommen etwa zehn Frauen pro Jahr Wirbelfrakturen aufgrund von Schwangerschafts-assoziierter Osteoporose, sagte Dr. Wolfgang Pollähne von der Klinik Fürstenhof in Bad Pyrmont. "Die Frauen leiden unter heftigen Schmerzen und können oft ihr Kind nicht heben." Die meisten Frakturen treten gegen Ende der Schwangerschaft oder in den ersten zwei Monaten nach Entbindung auf. Im Mittel erfolgt die Diagnose aber erst etwa vier Monate nach der Geburt der Babys. Das hat eine Untersuchung bei 20 Betroffenen um die 30 Jahre ergeben, die Pollähne und seine Kollegen gemacht haben (Orthop & Rheu 3, 2002, 32). Bei Verdacht sollte nach der Geburt sofort ein Röntgenbild der Wirbelsäule gemacht werden, um gleich zu therapieren und die Gefahr für weitere Frakturen zu senken. Pollähne empfiehlt eine Therapie mit 1500 mg Kalzium, 1000 I.E. Vitamin D, und nach dem Abstillen ein Bisphosphonat zusätzlich. Die Knochendichte steige dann meist gut wieder an. Pollähne: "Wenn Frakturen da sind, sollte zwei Jahre behandelt werden."

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