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Schlechte Erinnerung?
 

Jungfrauengeburt

In einer großen Längsschnittstudie an amerikanischen Jugendlichen gaben immerhin 45 Frauen (0,5%) mindestens eine Schwangerschaft ohne vorausgehenden Geschlechtsverkehr oder Anwendung von assistierten Fertilisierungsverfahren an.

1994/95 wurden über 20.000 amerikanische Schulkinder im medianen Alter von 15,7 Jahren in eine Beobachtungsstudie einbezogen und bis zum Jahr 2007 in fünf weiteren Befragungen bis zum medianen Alter von 28,5 Jahren nachverfolgt. Bei jeder Befragungswelle ging es unter anderem auch um die Sexualanamnese. Von 7.870 verfügbaren Frauen berichteten 5.340 im Laufe der gesamten Studie über eine Schwangerschaft. 45 Frauen (0,5% der Schwangeren) gaben an, vor der Geburt des Kindes keinen vaginalen Geschlechtsverkehr gehabt zu haben und sich auch keinen technischen Fertilisierungsverfahren unterzogen zu haben. 30,5 Prozent der Frauen mit „Jungfrauengeburten“ gaben an, dass sie ein Keuschheitsgelübde aus religiösen Gründen abgelegt hätten. Gespräche über Sex und Geburtenkontrolle fanden in den Familien dieser Frauen deutlich seltener statt als bei den Frauen mit natürlich zu erklärender Empfängnis.

Originalpublikation: A. H. Herring et al. BMJ 2013;347:f710

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