zur Navigation zum Inhalt
 

Ultraschall versus Densitometrie

"Grundlagen der modernen Osteoporosediagnostik bilden die konventionellen Röntgenuntersuchungen, die Zwei-Spektren- Absorptiometrie an Femur und LWS sowie die quantitative Computertomographie an der LWS", fasst Prof. Dr Stephan Grampp von der Abteilung für Osteologie am Wiener AKH zusammen.

Das konventionelle Skelett- röntgen habe eine relativ geringe Sensitivität und könne daher als Screeningverfahren nicht eingesetzt werden. Seine Bedeutung liege im Wesentlichen in der Erfassung anderer generalisierter und lokalisierter Knochenerkrankungen und in der Erkennung degenerativer Veränderungen, welche die computerunterstützten Densitometrien beeinflussen können.

DXA hat größte praktische Relevanz

Aus ökonomischer Sicht und aufgrund der Strahlenexposition hat die densitometrische Abklärung mittels Zwei-Spektren- Absorptiometrie (DXA) die größte praktische Relevanz. Nach Erhebung des lokalen radiologischen LWS-Befundes sollte entweder eine DXA der LWS (bei Patienten bis 65 und ohne signifikante Spondylarthropathie) oder der Hüfte (bei Patienten über 65 oder bei degenerativen WS-Veränderungen) durchgeführt werden.

"Bei speziellen Fragestellungen oder bei Verfügbarkeit eines CT kann die primäre Durchführung einer Quantitativen Computertomografie (QCT) der LWS gerechtfertigt sein. Dies mag besonders in Fällen, wo eine DXA der LWS nicht verwertbar ist, notwendig sein", ergänzt Grampp.

Quantitativer Ultraschall

Die Datenlage für den Einsatz von densitometrischen Messungen mittels quantitativem Ultraschall (QUS) des Fersenbeines lässt derzeit noch keine generellen Empfehlungen zur Diagnostik zu. Diese Methodik sollte derzeit lediglich als additives Messverfahren angewendet werden.

Die Eignung des QUS zum Vorscreening ist jedoch bereits nachgewiesen, da mit dieser Methode beim Vorscreening mit guter Sicherheit Gesunde identifiziert werden können, die keiner weiteren Abklärung bedürfen. Grampp betont, dass eine Identifizierung von Kranken jedoch nicht möglich sei.

Quelle: Vortrag im Rahmen des Menopausekongresses in Wien

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben