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Eine neue Option: Die "blutungsfreie" Hormonersatztherapie

"Jede vierte der rund 60 Prozent aller an klimakterischen Beschwerden leidenden Frauen stuft ihre Symptome als mittelstark bis sehr stark ein. Mehr als 70 Prozent der 50- bis 59-jährigen Frauen konsultieren regelmäßig ihren Frauenarzt", berichtet Prof. DDr. Elisabeth Merkle von der Städtischen Frauenklinik Berg in Stuttgart.

"Diese Zahlen verdeutlichen, wie groß der Bedarf an Betreuung und Behandlung durch den Gynäkologen von Frauen in dieser Lebensphase ist.

Patientinnen ausführlich über HRT aufklären

Die Einleitung der HRT erfolgt zumeist aufgrund akuter klimakterischer Beschwerden. Merkle: "Die Patientin sollte eingehend über Wirkung des verordneten Präparates aufgeklärt werden. Auch häufig bestehende Ängste bezüglich der Nebenwirkungen sollten angesprochen werden." Es sei auch sinnvoll, die präventive Wirkung auf Osteoporose und kardiovaskuläre Erkrankungen sowie die positive Beeinflussung des Serumlipidhaushaltes anzusprechen.

"Mit Femoston®conti steht uns ein Kombinationspräparat zur Verfügung, das sich neben der zuverlässigen Beseitigung der klimakterischen Beschwerden durch einen zusätzlichen Schutz für Herz und Knochen auszeichnet", so Merkle. Der niedrige Östrogenanteil (mit 1 mg Östradiol) ist in Kombination mit 5 mg Dydrogesteron, einem Progesteron ohne androgene Restaktivität, gut verträglich. Das Präparat wird kontinuierlich genommen, das heißt, es kommt zu keinerlei Blutung, was von fast allen Anwenderinnen als sehr angenehm empfunden wird.

Blutungsfreiheit

"Die Sorge bezüglich kanzerogener Nebeneffekte durch entsprechende Berichte in der Laienpresse sind zu einem wichtigen Punkt des Aufklärungsgesprächs geworden", betont die Gynäkologin. Studien hätten jedoch gezeigt, dass Östrogene weder kanzerogen noch mutagen sind, eventuell aber das Wachstum bestehender Tumore beschleunigen können, also in der Tumorpromotion eingreifen. "Neben der profunden Information obliegt uns Gynäkologen die sorgfältige Auswahl des richtigen Präparates hinsichtlich Wirkung, Verträglichkeit und Dosierung. Zusätzlich sollte auch die Lebensstilberatung, wie etwa Ernährung und Sport nicht fehlen", so Merkle resümierend.

"Um dem Wunsch vieler Frauen nach Blutungsfreiheit nachzukommen, gewinnt die kontinuierlich-kombinierte Hormonsubstitution immer an Bedeutung", bestätigt auch Prof. Dr. Thomas Römer, Geburtshilflich-Gynäkologische Abteilung des Evangelischen Krankenhauses Köln. "Dies gilt besonders für die späte Menopause, wenn die exogene Hormonzufuhr auch aus präventiven Gründen indiziert ist. Eine Herausforderung kann hier die Umstellung von einer zyklischen auf eine kontinuierlich-kombinierte Therapie sein."

Hilfreich sei hierbei die Sonografie, denn bei einer Endometriumdicke unter fünf Millimeter liege die Wahrscheinlichkeit bei 90 Prozent, in den folgenden Monaten eine Amenorrhoe zu erreichen, so Römer und weiter: "Bei höher aufgebautem Endometrium empfiehlt es sich, dieses mittels vorgeschalteter Gestagenmonotherapie abbluten zu lassen und danach die Umstellung vorzunehmen.?Sollte es nach der Gestagengabe zu einer unzureichenden Endometriumreduktion kommen, so ist ein gründliche Abklärung erforderlich. Es könnte eine Endometriumhyperplasie oder ein Corpuspolyp vorliegen, die zu Blutungsstörungen führen können. Römer empfiehlt ein vaginalsonografische Monitoring unter HRT. "Unserer Erfahrung nach ist die Endometriumsicherheit unter niedrig dosierter kontinuierlich-kombinierter Hormonsubstitution sehr hoch. Blutungsstörungen jedoch, die über einen Einstellungszeitraum von neun Monaten hinausgehen, bedürfen einer diagnostischen Abklärung", so Römer abschließsend.

Quelle: Satellitensymposium der Solvay-Pharma im Rahmen des Kongresses "Menopause - Andropause 2001, 11.-13. Oktober, Wien

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