zur Navigation zum Inhalt
 

HFcRn-mediierter transplazentarer Immunglobulin G-Transport: Schutz und Gefahr für den menschlichen Föten und das Neugeborene

Die Bildung eigener Immunglobuline setzt beim Menschen erst nach der Geburt ein. Um Infektionen während der fötalen Periode sowie in den ersten Monaten nach der Geburt zu minimieren, wird der Fötus während der Schwangerschaft mit mütterlichen Immunglobulin G (IgG)-Antikörpern passiv immunisiert. Dieser Artikel beschreibt den Mechanismus des transplazentaren IgG-Transports durch Synzytiotrophoblast und Endothelzellen der fötalen Kapillaren, der durch den MHC Klasse I-ähnlichen, neonatalen Fc-Rezeptor, hFcRn vermittelt wird. Wichtige Eigenschaften des IgG-Transports, wie Unterschiede im Transport der IgG-Subklassen oder der eingeschränkte IgG-Transport vor dem dritten Trimenon, wodurch es bei frühgeborenen Kindern (<35 Wochen) zur Abwehrschwäche kommen kann, werden erläutert. Da hFcRn zwischen schützenden und potentiell gefährlichen IgG-Antikörpern nicht unterscheiden kann, erreichen den Föten auch maternale auto- und alloimmun sowie therapeutische Antikörper. Die Folgen dieses Transportes, der zu schweren Erkrankungen der Neugeborenen führen kann, werden zusammengefasst.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben