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Die Bedeutung der Plazenta für die fetale Belastung mit Schwermetallen

Seit langem ist bekannt, dass die Schwermetalle Quecksilber, Blei und Cadmium plazentagängig sind und in fetalen Geweben akkumulieren. Pränatale Quecksilber- und Blei-Belastungen können die neurologische Entwicklung beeinträchtigen. Fetale Blei- und Cadmium-Belastungen korrelieren mit verringertem Geburtsgewicht und verringerter Geburtslänge. Während Quecksilber und Blei die Plazenta ungehindert passieren, gelangt nur wenig Cadmium zum Fetus. Dies dürfte daran liegen, dass Cadmium in höherem Ausmaß an Metallothionein bindet als Quecksilber und Blei. Die Plazenta stellt für Cadmium also zumindest eine partielle Barriere dar. Unklar ist, welche Proteine am plazentaren Metalltransport beteiligt sind und wo solche Transporter in der Plazentaschranke lokalisiert sind. Bislang sind also nur wenige Aspekte der Metall-Toxikokinetik in Plazenta bekannt. Quecksilber, Blei und Cadmium schädigen nachweislich die Plazentazellen. Beides, der metallspezifische Transfer über die Plazenta aber auch die metall-induzierte Schädigung der Plazenta können den Zusammenhang zwischen pränataler Metall-Belastung und den beobachteten Schadwirkungen auf die kindliche Entwicklung erklären.

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