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Foto: photos.com
Europaweit kamen im Jahr 2007 auf eine Million Frauen 886 künstliche Befruchtungen.
 

Fehlende Babys

Kinderlosigkeit in Zahlen.

Schätzungen zufolge erlebt jede elfte Frau weltweit im Alter zwischen 20 und 44 Jahren eine Phase der Unfruchtbarkeit von mindestens einem Jahr.

 

Die Europäische Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (ESHRE) hat versucht, ungewollte Kinderlosigkeit in Europa zu beziffern: In 20 bis 30 Prozent der Fälle seien demnach physiologische Probleme des Mannes die Ursache, bei 20 bis 35 Prozent physiologische Probleme der Frau. Bei 25 bis 40 Prozent der Paare gebe es eine gemeinsame Ursache, oft werde jedoch kein Grund für die Kinderlosigkeit gefunden.

Am stärksten verbreitet sind künstliche Befruchtungen in Europa: Hier werden nach jüngsten Zahlen aus dem Jahr 2007 rund 71 Prozent aller registrierten künstlichen Befruchtungen durchgeführt, vor allem in Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien. Die meisten künstlichen Befruchtungen gibt es bei Frauen im Alter zwischen 30 und 39 Jahren. Bezogen auf die Gesamtzahl aller Frauen sind die Methoden der künstlichen Befruchtung vor allem in den skandinavischen Staaten stark verbreitet. In Dänemark kommen auf eine Million Frauen 14.057 künstliche Befruchtungen, gefolgt von Belgien mit 12.230, Finnland mit 11.169 und Island mit 11.083. Europaweit kamen im Jahr 2007 auf eine Million Frauen 886 künstliche Befruchtungen. Als Methode dominiert die Intra-Cytoplasmatische Sperma-Injektion (ICSI).APA/PH

 

 www.eshre.eu

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