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Moderates Training begünstigte bei normalgewichtigen Frauen eher eine Schwangerschaft.
 

Sport erhöht die Fruchtbarkeit

Athletinnen, die hart trainieren, leiden nicht selten unter Zyklusstörungen. Gegen moderates Training aber scheint die Fruchtbarkeit nichts zu haben – ganz im Gegenteil.

Das hat eine dänische Studie jetzt ergeben. 3.628 Frauen mit Kinderwunsch wurden im Rahmen einer internetbasierten prospektiven Kohortenstudie unter anderem zu ihrem Freizeitverhalten befragt. So sollten sie angeben, wie oft und wie stark sie im Durchschnitt pro Woche körperlich aktiv sind. Wie sehr das Training die Fruchtbarkeit beeinflusste, hing entscheidend vom Körpergewicht ab.

So senkte bei normalgewichtigen Frauen ein sehr intensives Training (etwa flottes Joggen oder schnelles Radfahren) die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, dieser Effekt war jedoch dosisabhängig (≥ 5 Stunden intensives Training pro Woche versus kein Training: Fertilitätsrate 0,68, 95% CI 0,54-0,85). Trainierten normalgewichtige Frauen moderat, wurden sie etwas schneller schwanger als ihre bequemen Geschlechtsgenossinnen (≥ 5 versus < 1 Stunde moderates Training pro Woche: Fertilitätsrate 1,18; 95% CI 0,98-1,43). Für Frauen mit einem BMI > 25 jedoch sah die Situation anders aus: Bei intensivem Training stieg ihre Fruchtbarkeit.

Bis zu zwei Stunden pro Woche durfte das Pensum durchaus herausfordernd sein. Alles, was darüber hinaus ging, erhöhte die Chancen auf ein Kind zwar nicht, verschlechterte diese aber auch nicht.

Wise, L. A. et al.: Fertility and Sterility 2012; 16 März, doi:10.1016/j.fertnstert.2012.02.025

springermedizin.de, Ärzte Woche 15 /2012

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