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Mehrlingselternschaft nach assistierter Reproduktion

HINTERGRUND: Hauptkritikpunkt ist die Zunahme der Mehrlingsschwangerschaften nach Anwendung der assistierten Reproduktion in den rückliegenden 30 Jahren, sowie die damit einhergehenden fetalen und mütterlichen Risiken. METHODE: Nur wenige Studien untersuchen die psychosozialen Risiken der Eltern von Mehrlingen nach ART, beispielsweise den Übergang zur Elternschaft, Erziehungsprobleme, Angst, Depression, Partnerschaftsprobleme oder soziale Isolation. ERGEBNISSE: Bisher vorliegende Untersuchungen bestätigen Besonderheiten in der psychosozialen Befindlichkeit von Mehrlingsmüttern nach ART. In der frühen postpartalen Phase besteht ein erhöhtes Risiko einer depressiven Verstimmung. Mehrlingsmütter nach ART zeigen eine Einschränkung ihres psychosozialen Wohlbefindens gegenüber Einlingsmüttern nach ART. DISKUSSION: Höhere Erwartungen an die Elternschaft in der Schwangerschaft, weniger suffiziente Copingstrategien und damit einhergehend größeren elterlichen Stress zeigen Zwillingsmütter nach ART im Vergleich zu Zwillingsmüttern nach Spontankonzeption. Ein interdisziplinäres postpartales niederschwelliges Betreuungsangebot ist wünschenswert. Handlungsauftrag sollte sein auch vor dem Hintergrund der psychosozialen Auswirkungen Mehrlingsschwangerschaften nach ART zu vermeiden.

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