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Foto: photos.com
Stillen tut nicht nur dem Kind gut.
 

Stillen schützt nach Krebs

Frauen, die als Kind eine Krebserkrankung überlebt haben, sollten nach Möglichkeit stillen, um negativen gesundheitlichen Folgen früherer Krebsbehandlungen entgegenzuwirken.

Heute überleben 80 Prozent der krebskranken Kinder und Jugendlichen. Zu den Spätfolgen gehören Wachstums- und Entwicklungsverzögerungen, Organschäden, Probleme beim Kinderwunsch sowie ein erhöhtes Risiko für eine erneute Krebserkrankung. Eine Studie zeigt nun aber, dass Stillen nicht nur die Knochendichte positiv beeinflusst, sondern auch das Risiko eines metabolischen Syndroms, einer kardiovaskulären Erkrankung wie auch eines Sekundärtumors senken kann – alles Krankheitsbilder, die durch eine Krebserkrankung im Kindesalter begünstigt werden. Die Autoren empfehlen betroffenen Frauen daher nicht nur, viel Obst und Gemüse zu essen, nicht zu rauchen, Sonnenschutz zu verwenden, Safer-Sex zu praktizieren und sich regelmäßig zu bewegen, sondern auch zu stillen, sofern sie physisch dazu in der Lage sind.

Quelle: Ogg, S. W. et al. Journal of Cancer Survivorship 2011; doi:10.1007/s11764-010-0169-z

Springer/PH, Ärzte Woche 7 /2011

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