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Eine Fallserie von 46 Appendektomien bei Schwangeren

ZIEL DER ARBEIT: Von den Patienten mit Appendizitis sind nur wenige schwanger. Bei Schwangeren ist die Diagnose und das Management einer akuten Appendizitis oft schwierig. Wir haben versucht, an Hand unserer Serie von schwangeren Patientinnen mit akuter Appendizitis diese Schwierigkeiten zu durchleuchten.

STUDIEN DESIGN: Die vorliegende Studie umfasst 46 schwangere Patientinnen, die von 2006 – 2009 nach Diagnosestellung einer akuten Appendizitis in unserer Klinik operiert wurden. Folgende Daten wurden retrospektiv aus den Krankengeschichten erhoben: Alter, Zeit bis zur Diagnose, Leukozytenzahl, Schwangerschaftsalter, Schwangerschaftsanamnese, Morbidität, Mortalität und Ergebnisse der Pathologie.

ERGEBNISSE: Das mittlere Alter der Patieninnen lag bei 26 Jahren, das Schwangerschaftsalter bei 21 und die Zahl früherer Schwangerschaften im Mittel bei 2,6. Die Dauer vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Aufnahme ins Spital lag bei ungefähr 40 Stunden (6–120 Stunden). Die mittlere Dauer von der Aufnahme bis zur Operation lag im Mittel bei 5.89 (range 1–32) Stunden. Die Perforationsrate lag bei unseren Fällen bei 21%, die Rate negativer Appendektomien bei 13%. Die Perforationsrate war signifikant mit einem fortgeschrittenen Schwangerschaftsalter (p ≤ 0.001) und einer verzögerten Spitalsaufnahme korreliert (p = 0.027).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Diagnose einer Appendizitis ist während der Schwangerschaft schwierig – die Perforationsrate ist hoch. Wir empfehlen daher die Durchführung einer Appendektomie unmittelbar im Anschluss an den Kaiserschnitt.

Alpaslan Terzi, Fahrettin Yildiz, Mehmet Vural, Sacit Coban, Hasan Cece, Murat Kaya, Wiener klinische Wochenschrift 23/24/2010

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