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Gynäkologie und Geburtshilfe 12. November 2009

Kindersegen trotz Kondom

Frauen und Paare sind offenbar noch immer sehr schlecht über effektive Verhütungsmethoden informiert.

Einer aktuellen Untersuchung des Wiener Gynmed Ambulatoriums zufolge sind Kondome offensichtlich deutlich weniger zuverlässig, als bisher vermutet.

Mehr als ein Drittel aller ungewollten Schwangerschaften tritt nach Verwendung eines Kondoms ein. Noch häufiger kommen nur jene Frauen zum Abbruch, die gar nicht verhütet haben, erklärt der Gynäkologe Dr. Christian Fiala. Insgesamt hat der Mediziner 5.000 Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch nach der Verhütungsmethode gefragt.

„Nur für eine effektive Prävention der Schwangerschaft ist das Kondom nicht geeignet“, so Fiala. Zumeist liege das Versagen des Kondoms an dessen unsachgemäßer Anwendung, meint Fiala. Das Kondom erfordere große Aufmerksamkeit während seiner Anwendung. Bei der Verwendung eines Kondoms müsse Sex anfangs unterbrochen werden, während des Verkehrs müsse man vorsichtig sein und nach dem Samenerguss müsse man sich sofort zurückziehen. „Gerade hier liegt das Problem“, so der Gynäkologe. Ein Kondom sei vielfach ein Stimmungskiller – nicht nur dann, wenn es verrutscht oder reißt.

Frauen und Paare müssten über die Risiken der Verwendung von Kondomen unterrichtet werden, so Fiala, zumal es sehr viele verschiedene Verhütungsmittel am Markt gebe, von denen die meisten im Gegensatz zum Kondom nicht in den Ablauf des Geschlechtsverkehrs eingreifen. Er fordert auch die sofortige Rezeptfreistellung der „Pille danach“.

  • Herr ao Univ Prof Dr Kurt Alois Ebeleseder, 13.11.2009 um 08:13:

    „Welch ein Schrottartikel! Schon mal was von Schuldgefühlen und Standardausrede gehört?
    Was wird eine Dame sagen, die zu Haus verhütet, beim Seitensprung aber nicht? Was wird eine junge Dame sagen, der die Eltern Vorwürfe machen, weil sie schwanger ist?
    "Ich hab doch verhütet, aber das Kondom war wohl undicht!"

    Ich ersuche die Redaktion, bei der Verbreitung von "Wahrheiten" etwas kritischer zu sein. mfG, Eb“

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